Black Friday und Cyber Monday 2019 - das sollten Sie zur Rabatt-Aktion wissen

Rabattschlacht vor Weihnachten : Black Friday und Cyber Monday - das sollten Sie wissen

Der Black Friday ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein fester Termin im Kalender von vielen Schnäppchenjägern. Der Handel erzielt Milliardenumsätze. Auf was man als Verbraucher achten sollte.

Seit den 1930er Jahren gilt der "Black Friday" in den USA als Auftakt zum Weihnachts-Shopping. Der Tag nach Thanksgiving, dem Erntedankfest, dem letzten Donnerstag im November, ist dort ein Brückentag und gehört deshalb zu den konsumträchtigsten im ganzen Jahr.

2006 führte Apple hierzulande die erste "Black-Friday"-Rabattaktion durch, um unter anderem den Verkauf des iPods anzukurbeln. Auch der Internetkonzern Amazon sorgt kräftig dafür, dass sich die neuen Konsum-Festtage etablieren. Der US-Internetgigant lockt gleich mit einer ganzen Black-Friday-Woche, die schon sieben Tage vor dem eigentlichen Schnäppchentag begonnen hat.

Amazon ist nicht allein: Die Elektronikhandelskette Saturn lädt zum Black Weekend ein und der Online-Möbel-Verkäufer Home24 wirbt seit Anfang November gar mit einem ganzen Black Month, also einem ganzen Rabattmonat, um Kunden.

Drei Viertel (74 Prozent) der 2500 während des Black Fridays im vergangenen Jahr von der Vergleichsplattform Idealo Produkte waren günstiger als in den vier Wochen davor.

In den 50 nachfragestärksten Kategorien am Black Friday lag die durchschnittliche Preisersparnis bei lediglich sech Prozent. Bei Gesellschaftsspielen (19 Prozent), Gamepads (19 Prozent) und Spielekonsolen (15 Prozent) konnten Verbraucher demnach am meisten sparen.

„Sechs Prozent im Schnitt sind schon nicht schlecht“, sagt Philipp Peitsch von Idelao. Aber Preise würden mit der Zeit immer sinken. „Und das ist so eine Größenordnung, die kriegt man ohne Black Friday mit ein bisschen Geduld auch so hin."

Wer richtig günstig einkaufen wolle, müsse vor allem flexibel sein, raten Marktbeobachter. Wer nicht auf ein bestimmtes Modell, eine gewünschte Ausstattung oder Farbe festgelegt sei, erhöhe seine Chancen deutlich.

Die Verbraucherzentrale etwa rät, bei der Schnäppchenjagd auf jeden Fall einen kühlen Kopf zu bewahren. Preisvergleiche in Suchmaschinen könnten sich mehr lohnen als Sonderangebote am Aktionstag.

"Oft gibt es die hohen Nachlässe nur für die Ladenhüter. Top-Produkte sind in der Regel nicht viel günstiger als während des restlichen Jahres", sagte Rechtsexpertin Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern.

Das Verbraucherforum mydealz rät Verbrauchern, einen Einkaufszettel zu schreiben. „Wer bei den vielen Angeboten den Überblick nicht verlieren oder mehr als geplant ausgeben möchte, sollte sich vorher überlegen, welche Angebote für ihn interessant sind“, sagt ein Sprecher von mydealz. Wie vor dem Besuch im Supermarkt empfehle es sich, einen Einkaufszettel zu schreiben und sich während der Rabattschlacht an ihn zu halten.

Eine gute Methode sei es auch, gezielt Newsletter von Unternehmen zu abonnieren. „Mit ihnen werben Händler für aktuelle Angebote, laden gelegentlich aber auch zu exklusiven Aktionen für Bestandskunden (sogenannte "Secret Sales") ein oder verteilen Gutscheine“, so der Sprecher. Wenn man zu Black Friday zum Beispiel ohnehin Mode einer bestimmten Marke kaufen möchten, sollte man den Newsletter des Herstellers abonnieren.

>>>Weitere Tipps zum Black Friday lesen Sie hier<<<

71 Prozent der Deutschen planen am Schnäppchentag am 29. November oder am Cyber Monday am darauffolgenden Montag einen Einkauf und wollen dabei im Schnitt 254 Euro ausgeben, wie die Unternehmensberatung PWC erklärte. Im vergangenen Jahr lagen die Ausgaben demnach noch bei 217 Euro.

Der Umsatz am Rabattwochenende wächst von Jahr zu Jahr. 2017 lag er laut Handelsverband Deutschland (HDE) bei 1,7 Milliarden Euro.

Beim Singles' Day in China, den die dortigen Onlinehändler nach dem Vorbild des Black Friday bewerben, erzielten allein die beiden Handelsriesen Alibaba und JD.com nach eigenen Angaben zusammen Umsätze von umgerechnet gut 60 Milliarden Euro.

Die erste Milliarde wurde bei Alibaba schon 68 Sekunden nach Mitternacht erreicht. Der Singles' Day ist mittlerweile der umsatzstärkste Einkaufstag der Welt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Black Friday - Vorsicht vor diesen Verkaufstricks

(csr)