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Aprilscherz: Tagesschau ersetzt Moderatoren durch digitale Sprecher

Die besten Aprilscherze aus dem Netz : Tagesschau ersetzt Moderatoren durch digitale Sprecher

Für alle, die noch nicht auf den Kalender geschaut haben: Heute ist der 1. April. Parteien, Unternehmen und Verbände nehmen das Datum zum Anlass, lustige Verwirrung zu stiften. Wir haben die besten Aprilscherze gesammelt.

Die ersten unglaublichen Geschichten waren am Mittwochmorgen bereits im Umlauf: So soll der frühere Fußball-Manager Uli Hoeneß vor einem Engagement beim VfB Stuttgart stehen, wie der baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Reinhard Löffler mitteilte.

Die Tourismus-Agentur Visit Denmark kündigte an, zwischen Sylt und der dänischen Insel Rømø in der Nordsee werde ein Damm gebaut.

Die Grünen in Thüringen forderten eine Reform der Zeitumstellung: Jeden Monat solle die Uhr um zehn Minuten vor- beziehungsweise zurückgestellt werden.

In eigener Sache: Im Sommer kommt "Tagesschau 3.0" http://t.co/RkruJlmHRp #Tagesschau #Avatar

ARD: Digitale Avatare sollen reale Sprecher ersetzen

Die Nerds von der ARD setzten auf einen Digital-Scherz: "Die Nachtsendungen sowie die Tagesschau in 100 Sekunden werden künftig von Avataren - also digital simulierten Personen - verlesen", zitierte eine auf den 1. April datierte Pressemitteilung Christiane Krogman, Digital-Chefin der Tagesschau. "Diese werden von unseren bekannten Sprechern synchronisiert, können aber im Notfall auch direkt aus dem Redaktionssystem mit den Texten bestückt werden, die dann von einem Sprachsynthesizer gelesen werden." Das solle aber die absolute Ausnahme bleiben. Chefsprecher Jan Hofer sei zunächst skeptisch gewesen, habe sich aber von den Vorteilen des Verfahrens überzeugen lassen: "In den Nachtschichten kann ich künftig von zu Hause aus lesen - zur Not auch im Pyjama."

Erste durch Frauen geführte Polizeiwache in NRW

 Die Polizeiwache NRW Essen wird nun "ausnahmlos durch Frauen geführt".
Die Polizeiwache NRW Essen wird nun "ausnahmlos durch Frauen geführt". Foto: Facebook/Polizei NRW Essen

Ein eher umstrittener Aprilscherz kam von der Polizei NRW Essen: "Wir freuen uns, als erste nordrhein-westfälische Polizei die erste ausnahmslos durch Frauen geführte Polizeiwache zu eröffnen!", hieß es am Mittwoch auf der Facebookseite der Polizei. Auf dem dazu veröffentlichten Bild schmücken rosa Blumen die angeblich neue Wache Margarethenhöhe, die "streng nach den Vorgaben der Bundesregierung zur Gleichstellung und Förderung der Frau" ausgewählt wurde". Während eine Facebook-Nutzerin "solche Machowitze für die Polizei unangemessen" findet, begrüßt eine andere die Neuerung mit den Worten: "Dann können sie bei der Gartenarbeit, beim Kochen und bei der Kindererziehung helfen."

"TÜV-Untersuchung" für alte Autos wird teurer

Auch die Bürokraten der Polizei Krefeld versuchten, mit einer Falschmeldung über eine neue "Straßenverkehrszulassungsordnung" witzig zu sein. Demnach sollten Autos mit "abgenutzten und verschlissenen Sitzen" nicht mehr durch die TÜV-Untersuchung kommen können, da sie nicht "den erforderlichen Rückhalt bei sogenannten Notbremsungen bieten", erklärte die Polizei. Außerdem auf der Liste: Reifen mit zu wenig Gummi, entsprechend griffige Oberflächen der Lenkräder, Schaltgestänge und Rückspiegel - und Fensterheber müssten eine sichere Bedienung gewährleisten.

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Netz feiert #AprilApril

Eine "TÜV-Untersuchung" dürfte hier schwierig werden: Unter dem Hashtag #AprilApril präsentierte eine Twitter-Nutzerin das Ergebnis eines Aprilscherzes aus Lettland. Zu sehen ist ein liebevoll mit Verpackungsfolie umwickeltes Auto. Da bleibt nur zu hoffen, dass die betroffene Person es an diesem Tag nicht eilig hatte. Unter dem Hashtag #AprilApril oder #Aprilscherz lassen sich weitere Fotos und Videos von erfolgreichen Aprilscherzen anschauen. Wir haben einige amüsante Scherze in dieser Bilderstrecke zusammengestellt.

Šodien joku bīstamības pakāpe Nr.1 RT @Zebra_TV #AprilApril pic.twitter.com/bMvjPq8G1q

Hans Sarpei moderiert künftig "Aktuelle Sportstudio" beim ZDF

Der Ex-Bundesliga-Profi Hans Sarpei soll künftig dem "Aktuellen Sportstudio" seine Online-Kompetenz zur Verfügung stellen und sie ins Fernsehen übertragen. "Da die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter im journalistischen Alltag eine immer größere Bedeutung bekommen, war die Verpflichtung von Hans Sarpei eine logische Konsequenz", heißt es in der Pressemitteilung des ZDF. In einem Team mit Katrin Müller-Hohenstein, Sven Voss und Jochen Breyer soll Sarpei mitspielen - aber sich trotzdem inhaltlich abheben: "Ich werde sicherlich auch während der Sendung twittern und es wurde auch vereinbart, dass ich als erster Moderator das Torwandschießen am Ende der Sendungen nicht nur moderieren, sondern auch selbst aktiv teilnehmen werde", erklärte Sarpei.

Google revolutioniert den klassischen Briefkasten

Trotz intensiver Nutzung von E-Mail, Messaging & Co. sei die klassische Post noch lange nicht ausgestorben, dachte sich die Nerd-Abteilung von Google und präsentierte auf dem hauseigenen Blog: die "Smartbox". In einem gelungenen Scherz-Video verwandeln die Macher einen gewöhnlichen US-amerikanischen Briefkasten in ein Zukunfts-Gerät: "Geöffnet wird Smartbox mit einer einfachen Geste mit der Hand über die Vorderklappe." Auch an die Spamabwehr wurde gedacht: "Versucht ein Austräger Werbung einzuwerfen, bekommt er einen Stromschlag und wird es dann wohl kein zweites Mal mehr probieren. Wer seine Post gerne immer bei sich hat, kann den Briefkasten auch sehr einfach von der Halterung lösen und stets mit sich führen." Die im Video gezeigte Funktion, Videobotschaften direkt vom Briefkasten einzusehen, dürfte der Generation Digital Native sogar einen Kaufreiz bieten. Schade, dass es bloß ein Aprilscherz war - oder vielleicht doch nicht?

Griechenland stellt auf Bitcoin um

Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis will sein Land im Falle eines Scheiterns der Gespräche mit der Eurogruppe auf die virtuelle Währung Bitcoin umstellen - das berichtete zumindest die Website Greek Reporter am Mittwoch als Aprilscherz. "Es reicht, wir stellen auf Bitcoin um", soll Varoufakis demnach bei einem "geheimen Treffen" gesagt haben, bei dem die Griechen sich angeblich auf ein Scheitern der Verhandlungen mit ihren Gläubigern vorbereiteten. Bitcoins sind ein im Jahr 2009 eingeführtes digitales Zahlungsmittel, dessen Verfügbarkeit im Unterschied zu analogen Währungen nicht von einer Zentralbank gesteuert wird.

Bei dem Treffen soll der Finanzminister seinem "verblüfften" Publikum laut dem Bericht erklärt haben, die Griechen könnten sich mittels einer als "elektronisches Portemonnaie" dienenden Chipkarte der virtuellen Währung bedienen. So könnten zudem alle finanziellen Transaktionen im Land "in Echtzeit verfolgt" werden, freute sich Varoufakis laut Greek Reporter. Durch die neue Währung könne den Griechen zudem künftig niemand mehr sagen, "was sie tun oder wie sie leben sollen", zitierte die Website den Minister.

Hier geht es zur Infostrecke: So scherzt das Netz am 1. April

(cc&dpa&AFP)