1. Digital
  2. Internet

Nach Beschwerden: Anonymous-Hacker verspotten ihre Opfer

Nach Beschwerden : Anonymous-Hacker verspotten ihre Opfer

Nach dem Hackerangriff auf das US-Sicherheitsunternehmen Stratfor und dem dabei begangenen Diebstahl von Kreditkartendaten haben Mitglieder des Hackernetzwerks Anonymous offenbar einige der Betroffenen erneut aufs Korn genommen.

Am Sonntag hatten Hacker der Online-Aktivistengruppe Anonymous in die Datenbank des US-Sicherheitsunternehmens Stratfor eingedrungen und hatten E-Mail- und Kreditkartendaten von Kunden gestohlen. Ziel der Aktion sei gewesen, mit den Daten eine Million Dollar zu entwenden und diese dann als Weihnachtsspenden zu verschenken, teilten die Hacker mit. Strafor hatte eingeräumt, dass jemand "unautorisiert" auf die Daten von Kunden zugegriffen habe.

Opfer verhöhnt

Nun teilte Stratfor auf seiner Facebook-Seite mit, dass Personen, die nach der Enthüllung des Hackerangriffs öffentlich ihre Unterstützung für das Unternehmen bekundeten, erneut zum Ziel der Hacker werden könnten. Kunden und Unterstützer seien dem Risiko ausgesetzt, dass sensible Informationen wiederholt auf verschiedenen Internetseiten veröffentlicht würden, teilte das Unternehmen mit.

Rechnung noch höher

So hat Facebook-Nutzer den Hackerangriff öffentlich im Internet kritisiert. Prompt teilten die Hacker ihm in einem Schreiben mit, sie hätten seine Kreditkartenrechnung noch etwas in die Höhe getrieben.

Am Montag veröffentlichte eine Gruppe, die eigenen Angaben zufolge für die Hacker spricht, eine entsprechende Mitteilung. Darin werden die Opfer verhöhnt, die mit der Nachrichtenagentur AP über den Datendiebstahl und die mit ihren Kreditkartendaten durchgeführten nicht autorisierten Spenden sprachen.

Insgesamt seien mehr als 4.000 Kreditkartennummern von Angestellten der betroffenen Firmen und Regierungsinstitutionen entwendet worden.

Hier geht es zur Infostrecke: Spektakuläre Verbrechen im Netz

(APD/AP)