Neues Internet-Phänomen: Alle lieben den Trololo-Mann

Neues Internet-Phänomen: Alle lieben den Trololo-Mann

Düsseldorf (RPO). Kennen Sie den Trololo-Mann? Nein? Dann sollten Sie ihn kennen lernen. Der Trololo-Mann heißt eigentlich Eduard Khil und ist ein russischer Opernsänger. Ein Video von ihm, das irgendwann Mitte der 70er-Jahre entstanden sein muss, feiert derzeit bei YouTube riesige Erfolge - und mit ihm auch Eduard Khil, der Trololo-Mann.

Irgendein weiser Mann hat einmal gesagt, es kann Jahrzehnte dauern, bis man plötzlich über Nacht berühmt wird. Genau das ist auch Eduard Khil passiert.

Das Lied heißt übersetzt so viel wie "Ich bin froh, endlich zu Hause zu sein". Einen Text hat der Song nicht, Khil singt die ganze Zeit nur "Trolololo" und "Lalala", daher auch sein neuer Spitzname.

Erstmals tauchte das Video Ende vergangenen Jahres bei YouTube auf. Richtig an Prominenz zulegen konte es am 3. März, als ein Teil daraus in der US-TV-Sendung "The Colbert Report" gezeigt wurde und kurz darauf, als in der Sendung "Jimmy Kimmel Live!" eine Parodie darauf mit Oscar-Preisträger Christoph Waltz gezeigt wurde.

Inzwischen hat das Video zahlreiche weitere Nachahmer gefunden. In einem Beitrag im russischen Fernsehen sieht man Eduard Khil, wie er sich diese anschaut und eine Menge Spaß dabei hat.

  • Fotos : Internet-Mem: Das ist der Trololo-Mann

In einem Interview mit der russischen Webseite "Life News" erzählte Eduard Khil, er habe von dem Hype erst gar nichts mitbekommen, freue sich aber sehr darüber. Zu dem fehlenden Text des Liedes erklärt er: "Eigentlich hatten wir schon einen Text für das Lied geschrieben, aber er war zu schlecht. Also, eigentlich war er gut, aber man konnte ihn damals nicht veröffentlichen." Der Sänger ritt in dem Lied auf einem Mustang durch die Prärie und seine geliebte Maria war tausende Meilen entfernt und strickte Strümpfe für ihn.

Das war wohl nichts für die Oberen in der damaligen UdSSR, und so entschied sich Khil, eine textfreie Version des Liedes zu veröffentlichen. Gut 40 Jahre später helfen ihm die damaligen Zensoren jetzt also indirekt zu seinem Netzruhm, eine Ironie der Geschichte.

Man darf gespannt sein, ob es dem Trololo-Mann gelingt, einen ähnlichen Hype auszulösen wie dies vor drei Jahren mit Rick Astley geschah.

(csr/top)