Soziale Internet-Netzwerke: Aigner rät Jugendlichen zu Pseudonymen

Soziale Internet-Netzwerke : Aigner rät Jugendlichen zu Pseudonymen

Berlin (RPO). Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat Jugendlichen empfohlen, anonym im Internet zu surfen. Gerade junge Menschen sollten "in sozialen Netzwerken ein Pseudonym verwenden, das nur Freunde kennen", sagte die Ministerin in einem Interview. Denn Datenlecks ließen sich nicht völlig ausschließen.

Aigner appellierte zudem an die Wirtschaft, das Thema Datenschutz ernster zu nehmen. "Ich erwarte besonders von führenden Unternehmen wie SchülerVZ, dass sie Fälle von Datendiebstahl nicht herunterspielen", sagte sie gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Sicherheitsstandards dürften nicht nur auf dem Papier stehen. "Soziale Netzwerke, die sich mit TÜV-Siegeln schmücken, müssen ihre Zusagen an die Nutzer auch einlösen", forderte die Politikerin. Vor Wochen hatte die Ministerin dem Netzwerk Facebook gedroht, ihre Mitgliedschaft zu beenden, falls das Unternehmen seine Datenschutzpraktiken nicht verbessere.

Anfang der Woche wurde bekannt, dass beim Online-Netzwerk SchülerVZ erneut massenhaft Nutzerdaten abgegriffen wurden. Dem Blog netzpolitik.org zufolge hatte ein Nutzer 1,6 Millionen aktuelle Datensätze von bei SchülerVZ registrierten 12- bis 19-Jährigen eingesammelt.

(apd/felt)