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Netz-Fundstück: Absage von der Absage wird zum Facebook-Hit

Netz-Fundstück : Absage von der Absage wird zum Facebook-Hit

Der Traumjob scheint greifbar, bis die Ablehnung kommt. Das muss man nicht auf sich sitzen lassen, dachte sich ein Unbekannter. Er stellte einen Entwurf einer Absage der Absage ins Netz. Die Internetgemeinde ist begeistert.

Jeder, der eine Bewerbung ausstehend hat, kennt die Angst vor einer Absage. Und dann kommt der erwartete Brief, wird geöffnet, und heraus purzelt tatsächlich eine dankende Ablehnung. Ein Horror für jeden Job-Anwärter.

Warum sollte man also nicht etwas gegen die Ablehnung unternehmen? Wie wäre es damit, eine schriftliche Ablehnung ebenso schriftlich und höflich abzulehnen? Ein Brief, der sich dieses Gedanken bedient, geistert seit einigen Tagen durch das Netz.

Darin heißt: "Vielen Dank für Ihren Brief vom 25. März. Nachdem ich sorgfältig über Ihre Absage auf meine Bewerbung nachgedacht habe, bin ich leider zu dem Entschluss gekommen, Ihre Absage nicht akzeptieren zu können."

Nicht genug, dass der erste Absatz der Empfängerin eher Verwunderung bescheren dürfte. In dem Brief heißt es zudem weiter, es sei nun an der Zeit, bei dieser Ablehnung einen Schlussstrich zu ziehen. Der Urheber würde keine Absage mehr entgegen nehmen.

Der Unbekannte stichelt weiter, dass ihn standardmäßige Schreiben zwar freut, es allerdings zurzeit nicht zu seinen "Bedürfnissen" passe. Außerdem würde er bedauernswerterweise am 18. August dieses Jahres die kaufmännische Lehrstelle annehmen.

Und damit auch die üblichen Floskeln aus Ablehnungsschreiben nicht zu kurz kommen, freut er sich darauf, "Sie persönlich kennen zu lernen".

Es ist zwar nicht bekannt, wer dieses Schreiben aufgesetzt hat. Dafür sind viele Parallelen zu standardisierten Briefen der Ablehnungsmaschinerie zu erkennen. Ein bisschen "leider" hier, ein bisschen "ich würde mich freuen" dort und ein bisschen stilistischer Dilettantismus obendrein. Unterm Strich wird dieser Brief wohl nie abgeschickt worden sein.

Die Nutzer freut es trotzdem. Die Kommentare auf Facebook und anderen Seiten reichen von "Diese Dreistigkeit könnte sogar klappen", bis "echt lustige Idee". Eine Nutzerin stellt fest, dass so ein fast fehlerfreier Text von keinem geschrieben worden sein könne, der ständig Ablehnungen erhält. Und dann sogar ein Angebot: Ein offenbar Selbstständiger würde laut seines Kommentares den Bewerber nach dieser Aktion sofort anstellen.

(das)