WWDC 2019: Apple stellt Neuheiten vor - Datenschutz, Mac Pro und Apple Watch

Datenschutz, Mac Pro und Apple Watch : Das sind die Neuheiten von Apple

Der iPhone-Hersteller hat auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz WWDC viele Neuerungen vorgestellt. iTunes ist demnach bald Geschichte und ans iPad kann man bald auch eine Maus anschließen. Wir fassen die Neuerungen zusammen.

Jährlich ist der Beginn der „Worldwide Developers Conference“, kurz WWDC, ein wichtiger Tag für alle Technologie-Interessierten. Auch am Montagabend schauten Tausende zu, als Apple seine Neuheiten präsentierte. Hier eine Übersicht der Neuerungen:

  • Datenschutz Nutzer sollen zukünftig ihren Aufenthaltsort auch nur einmal mit einer App teilen können. Bisher kann nur der permanenten Nutzung von Orstdaten bei aktiver Nutzung zugestimmt werden. Und wenn eine App schummelt? Dann bekommt der Nutzer eine Warnmeldung, damit sein Aufenthaltsort nicht gegen seinen Willen abgerufen wird. Der Datenschutz wird auch durch die Möglichkeit gestärkt, sich bei anderen Apps und Diensten mit den Login-Daten von Apple-Accounts anzumelden. Diese Funktion müssen Entwickler zwingend einbauen, wenn sie grundsätzlich die Anmeldung über Konten bei anderen Anbietern erlauben. Solche Login-Angebote sind nicht neu: Es gibt sie von Google und Facebook und auch von den deutschen Anbietern Verimi und NetID.
  • Homekit Keine Spionage im Smarthome soll die Apple-Plattform HomeKit gewährleisten. Mit Hilfe der Installation in Internet-Routern soll HomeKit künftig Geräte besser voneinander abschirmen, damit einzelne Anbieter Nutzer nicht ausspähen können. Dafür ausgestattete Router kommen zunächst unter anderem von Linksys.
  • iPhone Auf dem wichtigsten Apple-Produkt wird die Karten-App verbessert. Sie wird zuerst in den USA dreidimensional, so ähnlich wie Googles Street View in 3D. Außerdem wird man auf dem iPhone künftig Videos umdrehen und mit Farbfiltern bearbeiten können.
  • iPad Das Apple-Tablet bekommt ein neues Betriebssystem. Das vereinfacht die Arbeit mit mehreren Apps gleichzeitig und die Textverarbeitung. Neu ist auch: USB-Sticks und Kameras können erstmals an das iPad geschlossen werden. Entwickler fanden in Vorab-Versionen des Betriebssystem zudem die erstmalige Unterstützung einer Computermaus.
  • iTunes Die Medienverwaltung verschwindet und wird durch einzelne Apps für Musik, Podcasts und Videoinhalte ersetzt. „Die Zukunft von iTunes ist nicht eine App, sondern drei“, sagte Apples Softwarechef Craig Federighi während der jährlichen Entwicklerkonferenz. Die drei neuen Apps würden „vieles vereinfachen“, erklärte Apple in einer Mitteilung.
  • Apps Apple macht es für Entwickler insgesamt deutlich einfacher, iPhone-Apps in Programme für den Mac umzuwandeln. Das könnte die Auswahl auf den Apple-Computern stark verbessern.
  • Apple Watch Bisher brauchte man ein iPhone, um Apps auf die Apple Watch zu laden. Künftig bekommt die Computer-Uhr einen eigenen App Store und auf ihr laufende Anwendungen brauchen keinen Gegenpart auf dem iPhone mehr. Die Apple-Uhr ist bereits die mit Abstand populärste Smartwatch, wurde aber zugleich durch die Verbreitung des iPhones zurückgehalten: Android-Smartphones haben einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent. Wenn die intelligente Uhr attraktiver für Android-Nutzer wird, könnte das die Erfolgschancen anderer Smartwatch-Anbieter verschlechtern.
  • Mac Pro Apple will die Profi-Nutzer für sich gewinnen. Der neue Mac Pro soll ausreichend Kapazität zum Beispiel für professionelle Videobearbeitung oder Musik-Komposition bieten. Mehrere Videos in extrem hoher 8K-Auflösung können gleichzeitig bearbeitet werden. Apple hatte den Mac Pro zuletzt 2013 aktualisiert – und sich damals mit einem innovativen Design in eine technische Sackgasse manövriert. Der Konzern war davon ausgegangen, dass in leistungsstarken Computern mehrere Grafikkarten zusammenarbeiten werden und entwarf ein kompaktes zylindrisches Gehäuse, in dem sie von durchströmender Luft gekühlt wurden. Doch in der Industrie setzte sich der Trend durch, den Arbeitsaufwand einer einzelnen hochgerüsteten Grafikkarte zu überlassen. Diese Modelle bekommt der Zylinder-Mac nicht gekühlt. Der neue Mac Pro erinnert nun äußerlich an den Vorgänger des Zylinder-Modells, der wegen der markanten Löcher im Metall-Gehäuse den Spitznamen „Käsereibe“ bekam.
  • Monitor Zusammen mit dem Mac Pro stellte Apple auch einen neuen Monitor mit sehr präziser Farbwiedergabe und hoher Auflösung vor. Der Computer hat einen US-Preis ab 5999 Dollar, für den Monitor werden 4999 Dollar fällig – plus 999 Dollar für den passenden Standfuß.
  • Apple TV+ Bereits im März hatte der Apple-Konzern seinen Streamingdienst Apple TV+ vorgestellt. Damit will der Konzern Netflix, Hulu und Amazon Prime Video Konkurrenz machen.

(jms/dpa/afp)
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