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Microsoft knickt nach Protesten ein: Xbox One: Keine Online-Pflicht und Spieletausch

Microsoft knickt nach Protesten ein : Xbox One: Keine Online-Pflicht und Spieletausch

Nach einem Sturm der Entrüstung über die Nutzungsbedingungen der neuen Spielekonsole Xbox One macht Microsoft einen Rückzieher. So ist nun doch keine ständige Internetverbindung nötig und Spiele auf einer Disc können nach Belieben getauscht und weiterverkauft werden.

Es funktioniere nun wie beim bisherigen Modell Xbox 360, erklärte Spartenchef Don Mattrick am späten Mittwoch (Ortszeit) in einem Firmenblog.

Die anfangs angekündigten Einschränkungen hatten viele Nutzer vergrätzt und für Oberwasser beim Rivalen Sony gesorgt, der parallel seine neue Spielekonsole Playstation 4 herausbringt.

Diese sollte von vornherein ohne einen Online-Zwang auskommen und auch gebraucht gekaufte Spiele akzeptieren. Microsoft-Manager Mattrick erklärte, die Kommentare der Nutzer hätten für den Sinneswandel gesorgt. "Wir haben zugehört."

Microsoft wollte Nokia kaufen

Nach Informationen des "Wall Street Journal" hatte der Software-Konzern vor, die Gerätesparte von Nokia zu übernehmen. Die Verhandlungen seien bereits weit gediehen gewesen, berichtete die US-Wirtschaftszeitung am späten Mittwochabend unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Letztlich seien die Gespräche aber unter anderem am Preis sowie an der schwierigen Lage von Nokia als Nachzügler bei Smartphones gescheitert.

Microsoft und Nokia sind seit zwei Jahren Partner bei den Computertelefonen. Die Smartphones der Finnen laufen mit dem Betriebssystem Windows Phone. Allerdings blieb der durchschlagende Erfolg bislang aus.

Nokia verkauft immer noch weit weniger Smartphones als Apple mit seinem iPhone oder Samsung mit seiner Galaxy-Baureihe, die von Android angetrieben wird. Windows Phone als Betriebssystem konnte seinen Marktanteil nach den Daten der Marktforschungsfirmen Gartner und IDC zwar ausbauen, kommt jedoch immer noch auf lediglich 3 Prozent am Gesamtmarkt.

Schon in den Vortagen hatte es Gerüchte an der Börse gegeben, dass Microsoft bei Nokia zuschlagen könnte. Genug Geld hätte der Software-Konzern auf der hohen Kante liegen. Und mit dem eigenen Tablet-Computer Surface hat Microsoft auch seine Ambitionen bei der Hardware unter Beweis gestellt.

Es sei aber unwahrscheinlich, dass die Verhandlungen noch einmal aufgenommen würden, schrieb das "Wall Street Journal". Ein Microsoft-Sprecher lehnte einen Kommentar gegenüber dem Blatt ab. Ein Nokia-Sprecher erklärte, es sei "nicht ungewöhnlich, dass sich Nokia und Microsoft regelmäßig treffen".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist die neue XBox One

(dpa/csr)