WoW: TakeTV aus Krefeld überträgt Rekordversuch live

TaKeTV aus Krefeld überträgt live : Prestige-Rennen in World of Warcraft

Patch 8.3 birgt neue Herausforderungen in World of Warcraft. Und es beginnt der Wettlauf der Spitzenspieler zum “World First”: Wer besiegt als erster den „alten Gott“ N’zoth? Der Streaming-Anbieter „TaKeTV“ überträgt den Versuch der Top-Gilde “Method” live aus dem Studio in Krefeld.

Mit einem neuen Patch veröffentlicht Hersteller Blizzard einen weiteren Schlachtzug in der “World of Warcraft”: Hier erwarten die Spieler die zurzeit härtesten Gegner und Aufgaben. Beinahe traditionell ist dabei das Wettrennen nach dem “World First”: Hinter dem Ausdruck verbirgt sich der Wunsch vieler Profis, den Oberboss “N’zoth”, im Spiel-Universum ein sogenannter “alter Gott”, als erste aus seinen Tentakel-Puschen zu hauen. Doch der Weg dorthin funktioniert nicht ohne Teamwork: 25 Spieler unter Flagge der Top-Gilden setzen alles daran, um dieses kuriose Wettrennen für sich zu gewinnen.

Dabei geht es, im Gegensatz zu anderen E-Sport-Veranstaltungen, weniger um ein hoch dotiertes Preisgeld, als vielmehr um die Liebe zum Spiel und ein hohes Maß an Engagement: Teilweise werden über 16 Stunden am Tag gespielt, bezahlt wird die “Arbeit” durch die Aufmerksamkeit der Fans und die Gewissheit, zusammen mit dem Team ganz vorne mitspielen zu dürfen. Nebenbei wird übrigens auch diesmal für den guten Zweck gezockt. Bereits beim letzten “Race to World First” konnte die Gilde Method auf diese Weise rund 60.000 Dollar für das Hilfsprojekt “Save the Children” einnehmen.

World of Warcraft im Jahr 2020

Seit seiner Veröffentlichung am 11. Februar 2005 hat das Online-Rollenspiel “World of Warcraft” viel durchgemacht: Stolze sieben Erweiterungen sind bislang erschienen, und am Horizont für Ende 2020 zeichnet sich mit “Shadowlands” bereits die nächste Fortsetzung der epischen Geschichte ab.

Die goldenen Zeiten der Marke sind zwar vorbei, dennoch tauchen noch immer mehrere Millionen Spieler täglich in die Welt der Orks, Tauren, Untoten, Zwergen und Gnome ab. Genaue Angaben macht Blizzard bereits seit Jahren nicht mehr: Die letzten offiziellen Zahlen aus dem dritten Quartal 2015 sprechen von rund 5,5 Millionen aktiven Abonnenten. Den Spitzenwert von fast 10 Millionen Spielern erreichte der Titel 2009 - vier Jahre nach Veröffentlichung.

Wie es derzeit aussieht, lässt sich derzeit nur mutmaßen: 2019 redeten die Entwickler aus dem sonnigen Kalifornien von einer Spielerbasis von 32 Millionen aktiven Nutzern, verteilt über alle Titel aus dem Portfolio. An dessen Spitze dürfte wohl noch immer das WoW-inspirierte Kartenspiel “Hearthstone” und der bunte Team-Shooter “Overwatch” stehen.

Patch 8.3 bringt neue Herausforderungen

Am 15. Januar ist mit Patch 8.3 das nächste Update erschienen, welches auch einen neuen “Schlachtzug” mit im Gepäck hat - praktisch die letzte große Herausforderung, welche die Spieler zum Finale der letzten Erweiterung “Battle for Azeroth” führt.

Und eben hier spucken sich die Gilden bereits jetzt in die Hände, um sich für das große Wettrennen vorzubereiten: Der “World First”, also die erste Gilde, welche N’Zoth in den Staub schickt, will im höchsten Schwierigkeitsgrad namens “Mythic” erreicht werden. Die Mythic-Inhalte werden am 28. Januar (US Server), bzw. am 29. Januar (EU-Server) von Blizzard eröffnet.

Zur Einordnung: Gewöhnliche Spieler sind mit dieser Aufgabe selbst auf den üblichen Schwierigkeitsgraden für die nächsten Wochen und Monate ausgelastet. Am “Mythic”-Schwierigkeitsgrad hingegen probiert sich nur ein verschwindend geringer Bruchteil der Spielerschaft.

Profi-Spieler und E-Sportler von Teams wie Method und Limit gehen noch weiter und versuchen die neuen Inhalte auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad innerhalb weniger Tage abzuschließen - eine wahnwitzige Aufgabe, welche nur die Besten der Besten schaffen. Noch wichtiger: Eine Aufgabe, die auf Teamwork basiert, denn der neue Schlachtzug Ny'alotha (“Die Erwachte Stadt”) muss zwingend mit 25 Spielern angegangen werden - da will jede Aktion bestens miteinander kommuniziert und abgesprochen sein. Alleine für den finalen Boss im ersten Schlachtzug von “Battle for Azeroth” hat Method übrigens 286 Anläufe benötigt - und ihn dann am 8. Tag nach seiner Veröffentlichung besiegt.

Ob Method auch dieses Mal seine Vormachtstellung behaupten kann und wieder mit dem “World First” aufwarten kann, zeigt sich ab dem 28. Januar auf Twitch: Dann startet der “Race to World First”-Stream. Verfolgen lässt sich das Spektakel beinahe rund um die Uhr auf www.twitch.tv/method

TaKeTV überträgt das Wettrennen live aus Krefeld

Dass sich aus dem einstigen Ansatz “Wir streamen in gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre E-Sport-Events” einer der größten deutschsprachigen E-Sports-Anbieter bilden würde, hatten zur Anfangszeit von TaKeTV im lauschigen Krefeld weder die Insider noch Gründer Dennis “TaKe” Gehlen auf dem Schirm. Dabei ist die Formel für den Erfolg so simpel wie genial: Die besten Spieler der ganzen Welt finden sich im stark gewachsenen Studio in Krefeld ein, um in gemütlicher Atmosphäre miteinander abzuhängen und gleichzeitig auf höchstem Level mit- und gegeneinander zu spielen, während die gesamte Welt im Stream auf Twitch zuschauen kann.

Mittlerweile verwaltet Gehlen ein Studio mit über 30 Angestellten und verbreitet jährlich mehrere große E-Sport-Events im und außerhalb des eigenen Studios in Krefeld. Neben dem Wettrennen zum “World First” in World of Warcraft, stehen 2020 auch viele weitere spannende Events bevor, zu den gestreamten Spielen gehören neben dem Online-Schwergewicht “League of Legends” weiterhin Titel wie “Starcraft II”, “Hearthstone”, “Artifact” und “Overwatch”.

Dennis Gehlen ist derweil selbst Vollblut-Gamer: Aufgewachsen mit C64 und Amiga 500, begann er seine E-Sport-Laufbahn zum Anfang des neuen Jahrtausends mit “Starcraft” und “Warcraft 3” - und das innerhalb von SK Gaming, eines der auch heute noch weltweit erfolgreichsten E-Sport-Teams. Sein erstes Studio in Krefeld war gerade mal 200 Quadratmeter groß - heute misst das Gelände rund das Zehnfache.