Game-Kritik: Stronghold 2: Bauen und belagern

Game-Kritik: Stronghold 2: Bauen und belagern

Leitern werden an der Burgmauer bereitgetsellt. Ritter stürmen herbei und versuchen die Bogenschütze des Feindes zu überwältigen. Mit "Stronghold 2" versetzen die Firefly Studios den PC-Spieler wieder in spannende Kämpfe des Mittelalters. Die Mischung aus Aufbau- und Echtzeitstrategiespiel lässt keine Langeweile aufkommen.

Dabei erstrahlen die Belagerungen erstmals in 3D-Grafik. Zwar reicht das Strategiespiel optisch nicht an Titel wie "Die Siedler" heran. Dennoch haben die Entwickler das mittelalterliche Burgleben mit reichlich Detailliebe hübsch ausgeschmückt. In den Burgen herrscht reges Treiben. Der Spieler schaut dabei den Rittern beim Essen auf den Teller.

Inhaltlich bietet der Titel zwei abwechslungsreiche Kampagnen. Zwischensequenzen in Spielgrafik treiben dabei die Hintergrundgeschichte voran. Wie im Vorgänger geht es erneut darum, einerseits im umfangreichen Aufbauteil des Spiels als Burgherr für das Wohl der Untertanen zu sorgen und eine riesige Burg zu errichten. Der andere Teil des Spiels richtet sich an Strategen. Dabei geht es um das Belagern und Verteidigen.

In den abwechslungsreichen Missionen hilft der Spieler beispielsweise Mönchen beim Wiederaufbau einer zerstörten Brücke oder schlägt Aufstände nieder. Dabei ist das Ressourcensystem wesentlich komplexer als noch im ersten Teil. Dank Computerhilfen geht der Überblick aber nicht verloren.

  • Fotos : Stronghold 2

An Überblick dürfte es Echtzeitstrategie-Neulingen dagegen in den Gefechten fehlen. Das liegt vor allen an den Massenschlachten epischen Ausmaßes. Dabei sieht der Spieler sich oft einer großen Übermacht feindlicher Truppen gegenüber. Um den Belagerungen stand zu halten, sind Taktiker gefragt. Profis werden sich zahlreichen neuen Einheiten und Waffen erfreuen.

Fazit: "Stronghold 2" bietet einen fesselnden Mix aus Aufbau- und Strategiespiel. Den Spielspaß trüben allerdings Schwächen der Künstlichen Intelligenz (KI) und der sehr hohe Schwierigkeitsgrad. Außerdem sind die Hardware-Anforderungen immens hoch. Ohne DirectX-9-Grafikkarte und schnellen Prozessor kommt wenig Freude auf. Freunde mittelalterlicher Schlachten dürfen sich auf reichlich Atmosphäre freuen. Genre-Neulinge sollten besser zuerst probespielen.

(afp)
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