SteamWorld Build im Kurztest Die richtige Mischung aus Anno und Dungeons

Düsseldorf · Nur mal kurz reinspielen wollte unser Autor, und plötzlich waren drei Stunden rum. SteamWorld Build hat einen erstaunlich geschmeidigen Spielfluss. Dabei übernimmt es nur, was schon anderswo gut funktionierte.

Das Artwork von SteamWorld Build zeigt den Minenschacht in der Mitte der Siedlung.

Das Artwork von SteamWorld Build zeigt den Minenschacht in der Mitte der Siedlung.

Foto: The Station Interactive/SteamWorld Build

SteamWorld Build beginnt wie ein typisches Anno: Wir bauen Unterkünfte für Arbeiter, erfüllen deren Bedürfnisse, und wenn sie zufrieden sind, dürfen sie zur nächst höheren Klasse aufsteigen. Die so gewonnenen Ingenieure haben wiederum neue, aufwendigere Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen. Doch anders als in Anno 1800 fahren wir nicht in tropische Länder und bauen Kakao an, sondern wir fahren mit dem Aufzug in einen Minenschacht. Und dort wird es dann plötzlich ein ganz anderes Spiel.

Das Szenario von SteamWorld Build

Das Spiel beginnt wie ein Treck im Wilden Westen. Unsere Kolonne von Robotern (ja, Roboter) ist auf der Suche nach Erlösung. Der Planet ist offenbar dem Untergang geweiht und unsere Roboter-Population will in den Weltraum entkommen. Doch die dafür benötigten Raketenbauteile liegen unter der Erde.

Während oben also friedlich gesiedelt, produziert und gehandelt wird, gilt es unter Tage, Stollen zu graben und Geheimnisse freizulegen.

An der Oberfläche wird friedlich gesiedelt und expandiert.

An der Oberfläche wird friedlich gesiedelt und expandiert.

Foto: The Station Interactive/SteamWorld Build

Die Dungeons-Mechanik

Im Stollen angekommen müssen wir Arbeitsbereiche für Gräber, Mechaniker, Wächter und mehr einrichten. Sie alle sind nötig, um die Rohstoffe der Tiefe zu schürfen und zutage zu fördern. Ab einer gewissen Stufe können wir auch Fließbänder bauen, die unsere Erze automatisch zum Fahrstuhl befördern. Das spart ungemein Arbeitskräfte.

In den tieferen Ebenen begegnen wir auch bösartigen Insekten und Pflanzen, die uns immer mal wieder im Weg stehen und teils unsere Arbeiter auffressen. Unsere Mechaniker können aber allerlei Abwehrmechanismen bauen, die unseren Wächtern zur Seite stehen.

 In der Tiefe müssen Ressourcen geschürft und Monster abgewehrt werden.

In der Tiefe müssen Ressourcen geschürft und Monster abgewehrt werden.

Foto: The Station Interactive/SteamWorld Build

Gelungener Genre-Mix

Immer nur Bedürfnisse erfüllen kann in einem Anno ermüdend sein, immer nur Dungeons freischaufeln ist auf Dauer auch eintönig. SteamWorld Build zwingt uns dazu, immer wieder zwischen den Ebenen und damit Mechaniken hin und her zu wechseln. Gleichzeitig sind beide Schauplätze sinnvoll miteinander verzahnt. Die Ressourcen aus dem Bergbau werden an der Oberfläche zu Bedarfsgütern verarbeitet. Gleichzeitig liefern Werkstätten und Schmieden die richtigen Werkzeuge für unsere Mechaniker in der Tiefe. Überkomplex ist das nicht, aber eine wirklich angenehme Unterhaltung für so manche Stunde.

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