Spiele-Kritik: Sherlock Holmes — Tatort London

Spiele-Kritik : Sherlock Holmes — Tatort London

Düsseldorf (RPO). Ein wenig dürfen sich Kinder schon als Detektiv fühlen, wenn sie als geniales Duo Sherlock Holmes und Dr. Watson durch das viktorianische London streifen, um die über 50 Minispiele zu bewältigen. Der Reiz, alle 16 Fälle des "Tatort Londons" zu lösen, ist groß, der Weg zum Ziel wird zunehmend beschwerlich.

Nicht etwa, weil die Fälle bedeutend schwieriger würden, das Spiel mit der Lupe und den Schnippseln wird nach einiger Zeit mühsam. Die Szenerie wiederholt sich, wodurch Langeweile entsteht. Daran ändern auch die 16 illustren Buch-Titel des legendären Detektiv-Paars wenig, die mit netter Stimmen-Animation erzählt werden. Die Hintergrund-Musik passt, führt aber auch nicht gerade zur Erhöhung des Spannungsbogens.

Das Spiel (für PC (Windows 7, Vista, XP) und Mac erhältlich) genießt für Kids nichtsdestoweniger einen Unterhaltungswert. Die Suchbild-Abenteuer machen trotz der Wiederholungen Spaß, denn schließlich geht es bei allen Rätseln vor allem darum, sie in der vorgegebenen Zeit zu lösen. Bestenlisten warten auf die Protagonisten und ermuntern dazu, ein gelöstes Rätsel gleich nochmal aufzurufen, um den eigenen Rekord zu jagen.

Der "Tatort London" ist grafisch einfach gehalten, was angebracht ist. Das Durchsuchen der 45 Schauplätze erfordert genügend Konzentration, ebenso wie das Sammeln der Beweise und das entschlüsseln der Hinweise.

Prime Games, das als Pemiummarke gilt, wenn es um Suchbildabenteuer geht, hat Sherlock Holmes nicht wiederbelebt, aber der Spiele-Produzent hat das Spiel für junge Jugendliche nett inszeniert. Der Preis von knapp 20 Euro erscheint allerdings zu hoch.

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