Spielekritik: "Die Siedler 7": Allzeit wuselige Lebendigkeit

Spielekritik : "Die Siedler 7": Allzeit wuselige Lebendigkeit

Frankfurt/Main (RPO). Seit zwölf Jahren liefern sich die Anno-Spiele und die Siedler-Reihe einen interessanten Wettbewerb um das beste Aufbau-Computerspiel. Jetzt haben die Siedler wieder vorgelegt und bieten im siebten Teil der Serie neuen Spielspaß und strategische Herausforderungen.

Die Akteure der Siedler-Welt wurden völlig neu im Comic-Stil gestaltet und vom Dresdner Studio Pixable animiert. Im Einzelspielermodus gibt es für Neusiedler erst einmal eine kleine Einführung für die erste Schritte in der Spielwelt.

Diese betritt man wahlweise als Bauer, Gefreiter, Laienbruder oder Hausierer - oder in der entsprechenden weiblichen Entsprechung. Landwirtschaft, Handel, Wissenschaft und militärische Eroberung sind die vier Bereiche, die zum Schwerpunkt der Besiedlung gemacht werden können.

In der Rahmengeschichte erhält die sommersprossige Prinzessin Zoé von König Konradin den Auftrag, das Königreich Tandrien wiederaufzubauen. So besteht die erste Aufgabe darin, eine darnieder liegende Siedlung zu erneuern und auf Mohnfeldern geschäftigen Ort neu erstehen zu lassen, den es dort einmal gab. Der dicke Königsberater Bors hilft dabei, das Siedlungswerk auf insgesamt zwölf Karten zum Ziel zu führen und fleißig Siegpunkte zu sammeln. Dabei steigt mit jeder Karte die Komplexität.

110 Animationen je Siedler

Dafür hat das Düsseldorfer Entwicklerstudio Blue Byte in gut zweijähriger Arbeit 91 verschiedene Gebäude und 80 Spielfiguren zusammengetragen. Die Zahl von mehr als 3000 Texturen wurde im Vergleich zum Vorgänger um 30 Prozent gesteigert. 110 Animationen je Siedler sorgen für allzeit wuselige Lebendigkeit. Um die Zivilisation voranzutreiben, können 19 verschiedene Technologien erkundet werden. Wenn man einen bestimmten Spielaspekt nicht mag, etwa die ständige Bedrohung durch feindliche Nachbarn, kann man auf eigenen Karten die Lieblingsspielwelt erstellen.

Im Mehrspielermodus tritt der Spieler online gegen Freunde oder Zufallsgegner an. Dabei werden allerlei Ranglisten und Statistiken geführt.

Hohe Anforderungen

Wer seinen Computer neu besiedeln lassen möchte, sollte vorher gut überlegen, ob der Rechner das auch verkraftet. Die Siedler 7 stellen erhebliche Anforderungen an die Hardware. In der kleinsten Auflösung mit geringen Details ist erst ab einer Grafikkarte der Leistungsstufe Geforce 7800 GT oder Radeon HD 3850 ein flüssiges Spiel möglich.

Erforderlich sind außerdem ein Prozessor ab Core 2 Duo mit mindestens 1,8 Gigahertz sowie zwei Gigabyte RAM. Höhere Auflösungen verlangen entsprechend stärkere Hardware-Leistung. Auf der Festplatte werden 4,8 Gigabyte an Daten abgelegt. Die Siedler 7 laufen sowohl unter Windows als auch auf einem Mac. Im Vertrieb von Ubisoft kostet das ab sechs Jahren freigegebene Spiel rund 45 Euro.

(apd/csr)
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