Just Dance 2019: Die deutsche Meisterschaft in der Bamschool in Köln

Deutsche Meisterschaft: Tanzspiel „Just Dance“ - die Besten der Besten treffen sich in Köln

Das Party-Spiel „Just Dance“ begeistert weltweit Millionen Menschen. Am Sonntag findet in Köln nun die Deutsche Meisterschaft statt - und auf den Sieger wartet ein ganz besonderes Ticket.

Es sieht so einfach aus und ist es am Ende so schwer: Auf dem Monitor oder dem Fernseher macht eine virtuelle Figur Tanzbewegungen zu aktuellen Hits oder Klassikern der Pop- und Rock-Geschichte vor. Diese Moves muss man jetzt nur noch im richtigen Timing nachmachen. Doch das können dann schweißtreibende drei bis vier Minuten sein, bei denen Ungeübte völlig durcheinanderkommen. Und eben das macht den Reiz von „Just Dance“ aus, das der Spiele-Entwickler Ubisoft vor fast zehn Jahren als Party-Spaß herausbrachte.

Mittlerweile begeistert „Just Dance“ zig Millionen Menschen weltweit und ist neben „Assassin’s Creed“ eine der größten Spielereihen des Unternehmens aus Frankreich. Immer noch ist es ein Party-Hit. Aber schnell haben Fans angefangen, es ein wenig ernster zu nehmen. Denn im Spiel gibt es Punkte dafür, wie gut man die Bewegungen nachmacht. Je besser man tanzt, desto größer ist die Punktzahl am Ende. Und wo immer Menschen sich in einem Wettbewerb vergleichen können, tun sie das auch.

So entstanden mit Unterstützung von Ubisoft Meisterschaften mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Und am Sonntag, 9. Dezember, ist es in Köln wieder soweit: das Finale der nationalen Meisterschaft mit den 16 besten deutschen „Just Dance“-Tänzern in der Bamschool – der Tanzschule des deutschen Youtubers Julien Bam.

Vor den Augen der Jury, bestehend aus dem Tanzlehrer Sugar Rae, der deutschen Schauspielerin Cheyenne Pahde und dem Youtuber Jokah Tululu, müssen sich die Finalisten beweisen. Dabei zählen nicht nur die ertanzten Punkte bei „Just Dance“, sondern auch die Qualität der Choreografie und der künstlerische Ausdruck.

Und darauf bereitet sich auch der Kölner Finalist Marlon (29) vor, der auf den Streaming-Plattformen Youtube und Twitch besser bekannt ist als „Pachuco McPower“. Vor einem Jahr erst sei er zur „Just Dance“-Meisterschaft gekommen. „Ich habe damals eigentlich nur Mitglieder meiner Community begleitet“, erzählt er. Und plötzlich war er „auch für mich überraschend“ im nationalen Finale. „Da bin ich dann ausgeschieden, aber dieses Jahr will ich es schaffen.“

Pachuco McPower alias Marlon aus Köln nimmt am Finale teil. Foto: Ubisoft
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Und das heißt: „Ich trainiere im Schnitt vier Stunden am Tag.“ Mit Freunden vor dem Spiegel oder zu Hause vor der Konsole. „Ich will ja auch ein paar Showeinlagen einbauen“, erzählt er. Es gehe schließlich nicht nur um die Moves an sich, sondern auch um die Darstellung. Zehn Kilogramm habe er so bereits verloren. „Gerade Bewegungen, die langsam und weich wirken, benötigen sehr viel Körperspannung – eben damit sie weich rüberkommen.“ Wenn dann noch ein Accessoire wie beispielsweise eine College Jacke dazu kommt, „gerät man ganz schön ins Schwitzen.“

Einen kleinen Vorteil bringt er indes von Geburt an mit. „Ich habe mütterlicherseits lateinamerikanische Wurzeln und bin mit Salsa aufgewachsen.“ Tatsächlich hat ihn das Tanzen nie losgelassen. Standard- und lateinamerikanische Tänze haben ihn sein Leben lang begleitet – „und fast schon halbprofessionell auch Rock’n’Roll“. Aber dass er bei „Just Dance“ im Finale dabei sein würde, „war nie mein Plan“. Am Sonntag ist es soweit. Und dann geht es für ihn vielleicht Anfang des kommenden Jahres nach Brasilien zur Weltmeisterschaft. Das Ergebnis wird er dann später selbst kommentieren über seinen Twitch-Kanal „Pachuco McPower“. „Da zeige ich derzeit aber nicht so viel zu ‚Just Dance’“, erzählt er. „Ich will der Konkurrenz ja nicht zu viel verraten.“

Das deutsche Finale des Just Dance World Cup 2019 wird über den Deutschland-Account der Video-App TikTok gestreamt und ist ab 16.30 Uhr über @tiktok_deutschland abrufbar.

Ort des Turniers: Bamschool, Im Mediapark 5D, 50670 Köln

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