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Sid Meier’s "Ace Patrol" - mit Gewinnspiel: Im Sturzflug aufs iPhone und iPad

Sid Meier’s "Ace Patrol" - mit Gewinnspiel : Im Sturzflug aufs iPhone und iPad

Die intensiven Luftkämpfe des Ersten Weltkriegs scheinen an sich nicht für ein rundenbasiertes Strategiespiel geeignet zu sein. Civilization-Entwickler Sid Meier mit Ace Patrol fürs iPhone und iPad beweist das Gegenteil.

Sid Meier's Ace Patrol wirkt auf den ersten Blick recht simpel: Man übernimmt die Kontrolle über zunächst eine britische Flieger-Staffel, die im Ersten Weltkrieg antritt, um gegen die deutschen Piloten-Asse und Luftschiffe anzutreten.

Das klingt nach einem Spiel, das nach Echtzeit-Gefechten und aufwändigen Effekten schreit. Tatsächlich sind es aber sechseckige Felder auf einer 3D-Karte, auf der man die Flugzeuge Runde um Runde in den Luftkampf führt.

Grafisch wirkt das Spiel eher schlicht und funktional, aber nicht hässlich. Der Screen ist dafür nicht überladen mit Optionen: Die Bedienung auf der 3D-Karte erfolgt einfach über Pfeile, die man antippt. Das klingt einfach und funktioniert ohne große Einarbeitung. Und in den ersten zwei Missionen erzielt man auch schnell Erfolge. Danach aber entfaltet sich die taktische Tiefe des Spiels.

Taktische Herausforderung

Denn es stehen verschiedene Flugmanöver zur Verfügung und ähnlich wie beim Schach muss man vorausschauend agieren, um seinen Flieger in die richtige Position zu bringen. Nur dann kann er gegen die Gegner bestehen oder ihren Angriffen ausweichen.

Wenn man aber gleich drei Widersacher und ein Luftschiff vor sich sowie feindliche Flakgeschütze unter sich hat, wird das scheinbar simple Spiel je nach Schwierigkeitsgrad zu einer taktischen Herausforderung. Da lernt man das rundenbasierte Spielprinzip zu schätzen — weil man Zeit hat, um über den nächsten Zug nachzudenken.

Und die Zeit braucht man auch, um zwischen Steig- und Sturzflug oder Looping zu entscheiden. Einmal auf den falschen Kommando-Pfeil getippt und aus der guten Position wird eine Falle: In der nächsten Runde stürzen sich die Gegner dann von hinten, von oben und von der Seite aufs eigene Flugzeug — und folgt nur noch der Absturz.

Dafür gibt es für jeden gewonnen Luftkampf Erfahrungspunkte, die es erlauben, neue Flugmanöver zu lernen. Zudem kann man dann das eigene Flugzeug technisch aufrüsten oder das des Flügelmannes, den man bei einigen Missionen gleich mit steuert — und der ebenso abgeschossen werden kann.

Tote gibt es bei Ace Patrol aber nicht: Nach einem Absturz landen die Piloten im Lazarett oder im Gefangenlager. Aus beiden werden sie mit der Zeit entlassen. Wem das zu lange dauert, kann dafür sorgen, dass die Flieger schneller genesen oder freigelassen werden — für 89 Cent.

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Die App an sich ist kostenlos, bietet dafür aber nur einige wenige Missionen. Die komplette britische Kampagne kostet 89 Cent, jede weitere auf deutscher, französischer oder amerikanischer Seite 1,79 Euro. Auch Flieger-Asse wie Manfred von Richthofen kosten jeweils 89 Cent.

Bewertung 7,5 von 10
Sid Meier's Ace Patrol verlangt keine lange Einarbeitungszeit. Man startet die App, und los geht's. Dennoch dauert es etwas, bis man alle Feinheiten des Luftkampfs beherrscht. Und gerade bei höheren Schwierigkeitsgraden ist es nicht mehr so leicht, im "Luft-Schach" die beste taktische Entscheidung zu treffen. Spaß macht das aber auf jeden Fall.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ace Patrol: Erster Weltkrieg auf iPhone und iPad

(jov)