“Final Fantasy XIV: Dawntrail“-Preview Ein Märchen von Panflöten und Pictomancern

Exklusiv | Düsseldorf · Urlaubsstimmung gefällig? Kein Problem, denn „Final Fantasy XIV: Dawntrail“ holt uns Lamas, Sonnenschein und Panflöten-Romantik ins heimische Wohnzimmer. Wir durften die MMORPG-Erweiterung bei einem exklusiven Event in Potsdam anspielen.

In der Biosphäre Potsdam trafen wir nicht nur „Final Fantasy XIV“-Produzent Naoki Yoshida, sondern auch allerhand exotische Tiere.

In der Biosphäre Potsdam trafen wir nicht nur „Final Fantasy XIV“-Produzent Naoki Yoshida, sondern auch allerhand exotische Tiere.

Foto: Square Enix/Christina Willems

Wer die Tropenwelt der Biosphäre in Potsdam betritt, fühlt sich in eine völlig fremde Welt versetzt. Zwischen Palmen, Orchideen und Kaffeesträuchern zirpen und zwitschern zahlreiche Vögel und Insekten, begleitet vom rhythmischen Plätschern tropischer Wasserfälle. Die perfekte Location, um eine Horde Journalisten und Content-Creator in die Welt von Tural zu entführen. Denn Ende Mai hatten wir die besondere Möglichkeit, im Rahmen eines exklusiven Events hinter die Kulissen von „Final Fantasy XIV: Dawntrail“ zu schauen. Nachdem wir bereits beim Fan Festival in London einen ersten Blick auf die neue Erweiterung erhaschen konnten, durften wir dieses Mal selbst an die Konsolen. Und auch Produzent Naoki „Yoshi-P“ Yoshida stellte sich erneut den Fragen der Medienvertreter.

Im Interview mit Yoshi-P erfuhren wir mehr über den Schwierigkeitsgrad der Erweiterung, mögliche Kooperationen und die Inspiration für „Dawntrail“.

Im Interview mit Yoshi-P erfuhren wir mehr über den Schwierigkeitsgrad der Erweiterung, mögliche Kooperationen und die Inspiration für „Dawntrail“.

Foto: Christina Willems

Ein Jubiläum der Superlative

Vor der ersten Hands-on-Session brachte uns Yoshi-P noch einmal auf den neusten Stand und blickte zurück auf zehn Jahre „Final Fantasy XIV“. Aus den vier Millionen Account, mit denen das Spiel 2015 startete, sind mittlerweile 30 Millionen geworden. Die Community gilt als leidenschaftlich, offen und loyal. Und als weniger toxisch, wenn man sie mit Genre-Konkurrenten wie „World of Warcraft“ vergleicht. Für so viel Treue belohnt sie Square Enix am 2. Juli 2024 endlich mit neuen Geschichten rund um den Bund der Morgenröte. Knapp drei Jahre nach dem Release von „Endwalker“ erreichen die Helden den Kontinent Tural und stürzen sich dort in ein völlig neues Abenteuer.

 Die neuen Gebiete wurden farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Und ja – es gibt Lamas!

Die neuen Gebiete wurden farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Und ja – es gibt Lamas!

Foto: Square Enix

Yoshi-P versprach uns beim Event in Potsdam nicht nur frischen Casual- und Solo-Content, sondern steigerte auch die Vorfreude auf die beiden neuen Klassen. Die Viper und den Pictomancer durften wir im Rahmen der Preview nun auch selbst testen. So wie einen der neuen Dungeons und die weiblichen Hrothgar, die als neue Rasse vorgestellt wurden. Außerdem dürfen sich Spieler auf neue Ultima-Raids, Allianz-Raids und den limitierten Job des Beastmasters freuen. Und dann ist da natürlich noch das große Grafik-Update, das sich in den neuen Gebieten bereits eindrucksvoll erkennen lässt.

Der Kontinent Tural erinnert mit seinen satten Farben und dem allgegenwärtigen Sonnenschein an ein Urlaubsparadies.

Der Kontinent Tural erinnert mit seinen satten Farben und dem allgegenwärtigen Sonnenschein an ein Urlaubsparadies.

Foto: Square Enix

Die Magie der Farben

Im Rahmen der Demo hatten wir die Möglichkeit, die Städte Tuliyollal, Urqopacha und Kozama’uka zu betreten. Dabei hat uns vor allem das farbenfrohe Örtchen Kozama’uka mit seinen weitläufigen Wäldern und bunten Sträuchern und Bäumen begeistert. Wer sich in Gridania, einem der Startgebiete von „A Realm Reborn“ wohlfühlt, dem dürfte es auch hier gefallen. Zwischen süßen Lamas und verspielten Wasserfällen offenbart sich ein liebevoll und fast schon magisch inszeniertes Areal. Die perfekte Location für Foto-Künstler, Rollenspieler und jeden, der einfach mal abschalten will. Generell sind die neuen Gebiete sehr gelungen und heben sich deutlich von bekannten Arealen ab. Stilistisch erinnern sie an die Bergregionen und Ruinenstädte Südamerikas, aber auch an die Wüsten im Süden der USA.

 Die neuen Gebiete sind sehr südamerikanisch angehaucht und erinnern an die Ruinenstädte der Andenregionen.

Die neuen Gebiete sind sehr südamerikanisch angehaucht und erinnern an die Ruinenstädte der Andenregionen.

Foto: Square Enix

Abseits der optischen Stärken von „Dawntrail“ standen auch die neuen Klassen im Mittelpunkt der Demo. Während sich die Viper sehr flüssig spielt und auch für Einsteiger gut geeignet ist, macht der Pictomancer einen anspruchsvolleren Eindruck. Während des Kampfes wechseln wir immer wieder zwischen den Farbpaletten hin und her, wirklich nachvollziehbar erscheint uns das System dahinter bisher jedoch nicht. Anfänger sollten deshalb eher auf die flinke Viper setzen, deren Stärken im Nahkampf und in schnellen Angriffskombos liegen. Dafür fehlt es der Klasse an Wiedererkennungswert und die schnöde Lederkluft hat bei uns keinen großen Eindruck hinterlassen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

 Der Pictomancer überzeugt mit einer kreativen Spielmechanik, spielte sich in der Demo aber noch sehr unübersichtlich.

Der Pictomancer überzeugt mit einer kreativen Spielmechanik, spielte sich in der Demo aber noch sehr unübersichtlich.

Foto: Square Enix

Fies oder flauschig?

Und weil die Welt auch in „Final Fantasy XIV“ nicht nur aus Bienen, Blumen und süßen Lamas besteht, durften wir uns im Rahmen der Hands-on-Session auch in einen der neuen Dungeons stürzen. Ihuykatumu lautet der komplizierte Name der neuen Instanz, die mit anderen Spielern und NPC-Unterstützung betreten werden kann. Apropos NPCs: Auch in „Dawntrail“ machen die KI-Begleiter einen verdammt guten Job, agieren clever und sind eine tolle Option für Solo-Spieler. Der neue Dungeon startet mit einer Floßfahrt, die stellenweise etwas langatmig ist.

 Ihuykatumu lautet der Name des neuen Dungeons, den wir hier mit unseren NPC-Begleitern betreten haben.

Ihuykatumu lautet der Name des neuen Dungeons, den wir hier mit unseren NPC-Begleitern betreten haben.

Foto: Square Enix

Glücklicherweise betreten wir aber irgendwann doch das Festland und stellen uns dort dem ersten Boss. Der Schwierigkeitsgrad des Dungeons ist insgesamt angemessen und wir haben die Mechaniken der Kämpfe recht schnell draufgehabt. Als Damage-Dealer sind wir selten in Bedrängnis gekommen und konnten uns die Taktik gut von den NPC-Begleitern abschauen. Eine Gruppe aus unerfahrenen Spielern dürfte aber in die eine oder andere Falle tappen. Nach dem ersten Durchlauf sollten die Mechaniken dennoch bei jedem sitzen.

Fazit

Als Fans von allem, was auch nur ansatzweise mit „Final Fantasy“ zu tun hat, sind wir natürlich gehyped. Schon in der Demo-Version, die sich bis zum Release noch stark verändern kann, weiß „Dawntrail“ zu begeistern. Während wir mit dem Pictomancer noch nicht ganz warm geworden sind, konnten uns die farbenfrohen und imposanten Landschaften direkt in ihren Bann ziehen. Bleibt abzuwarten, ob die Story mit den hohen Ansprüchen der Community mithalten kann. Aber da hat uns Yoshi-P ja bisher nie enttäuscht...

„Final Fantasy XIV: Dawntrail“ erscheint am 2. Juli 2024 für PC, Playstation 5, Playstation 4, Xbox One, Xbox Series und Mac OS. Der Early-Access startet bereits am 28. Juli. Hier geht es zum offiziellen Trailer.

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