"The Witcher 2 - Assassins of Kings": Der Hexer kehrt zurück

"The Witcher 2 - Assassins of Kings" : Der Hexer kehrt zurück

Frankfurt/Main (RPO). Der Hexer ist wieder da. "The Witcher 2 - Assassins of Kings" ist ein beeindruckendes Rollenspielepos für den PC, das praktisch nahtlos an den ersten Teil anknüpft und die Geschichte von Geralt von Riva, dem Hexer, fortführt. Für Neueinsteiger sind die vielen Namen, Charaktere und Orte vielleicht etwas verwirrend, aber sie werden mit einem spannenden und grafisch überzeugenden Spiel belohnt, dass sie für viele Stunden in den Bann ziehen dürfte.

Die eindrucksvollen Landschaften und Orte bilden eine in sich geschlossene Welt. Jeder Winkel ist für den Spieler zugänglich und die Charaktere sind realistisch gestaltet. Vor dem Start kann man aus mehreren Sprachen auswählen, atmosphärisch besonders gelungen ist die Kombination der englischen Sprachausgabe mit deutschem Bildschirmtext.

Die Einführung des Spiels ist noch linear aufgebaut, danach aber kann sich der Spieler sich völlig frei bewegen und man erfährt, wie der weißhaarige und angesehene Hexer Geralt zum Geächteten wird. Zu Beginn hat man noch Mühe, sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren, und nicht immer den Blick über die raue Welt des dunklen Mittelalters schweifen zu lassen. Aber nach etwa vier Stunden Spielzeit weiß man, sich weiter durchzuschlagen.

Es folgen Attentate, Intrigen, Königsmorde, politische Querelen und Verrat. Der Held erreicht im ersten Kapitel mit seiner Begleiterin Triss den rückständigen Handelsposten Flotsam und das Fischerdorf Lobinden. Hier warten eine Reihe von kleineren Aufgaben, die oft mehrere Lösungswege anbieten. Das hat allerdings keine Auswirkungen auf die weitere Handlung.

Viel bedeutsamer ist da schon, ob der Spieler sich auf die Seite des königstreuen Vernon Roche schlägt oder dem Renegaten Iorwerth folgt. Abhängig davon führt der weitere Weg dann in ein kaedwenisches Soldatenlager oder in die Zwergenstadt Vergen. Die beiden Erzählstränge sind miteinander verknüpft, aber sie finden erst sehr viel später wieder zusammen.

Aufstiegssystem verbessert

Im Laufe der Geschichte erwirbt der Spieler die Möglichkeit seine Figur aufzuwerten. So lassen sich bestimmte Fähigkeiten immer weiter verbessern. Das Aufstiegssystem war im ersten Teil zu kompliziert geraten, aber jetzt kommt man mit wenigen Mausklicks zum Ziel.

Die Steuerung in den Kampfszenen ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, das trübt das Spielvergnügen aber nicht wirklich und alle Rollenspieler sollten beim "Witcher" zugreifen: Ein cooler Held, die tolle Grafik, viel Dramatik und der offene Handlungsverlauf machen die Reise ins Mittelalter zu einem wirklichen Vergnügen.

Es hat Jahre bis zur Fertigstellung des zweiten Teils gedauert, es gab unzählige Ankündigungen und so manch einer hat schon nicht mehr an den Nachfolger des 2007 erschienen "Witchers" geglaubt, dessen Hintergrundgeschichte auf Erzählungen des polnischen Fantasy-Schriftstellers Andrzej Sapkowski aufbaut. Das Warten aber hat sich gelohnt, denn rund 40 Stunden Spielzeit, vier unterschiedliche Startsituationen und eine spannende Geschichte belohnen die Fans des Hexers.

Das Spiel läuft auf Windows-Rechnern ab XP mit einem Dual-Core-Prozessor mit mindestens 2,2 GHz und zwei GB Arbeitsspeicher. "The Witcher 2 - Assassins of Kings" des polnischen Studios CD Projekt ist im Vertrieb von Namco Bandai erschienen und kostet etwa 40 Euro. Das Spiel hat von der USK eine Freigabe ab 16 Jahre erhalten.

(apd/csr)
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