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Ethik und Soziales in der Digitalisierung beim Digital Ethics Summit

Digital Ethics Summit : Eine Ethik für die digitale Welt

Erstmals veranstaltet die Rheinische Post den Digital Ethics Summit, der sich mit ethischen Fragen des digitalen Zeitalters beschäftigt. Mit dabei der designierte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).

Als die industrielle Revolution vor anderthalb Jahrhunderten richtig losging, war die soziale Marktwirtschaft noch weit entfernt. Neue Technologien brachten eine radikal andere Wertschöpfung hervor, die Politik kam nicht hinterher. Industrielle häuften binnen kürzester Zeit enormen Wohlstand an, doch die Gesellschaft konnte sich erst nach und nach auf Regeln und Wertmaßstäbe verständigen.

Die digitale Revolution, die vor 20 bis 30 Jahren in Fahrt kam, verläuft schneller, aber ähnlich ungezügelt. Amazon, 1994 gegründet, ist heute an der Börse astronomische 1,4 Billionen (!) Euro wert. Das iPhone, erst 2007 auf den Markt gekommen, wurde inzwischen fast zwei Milliarden Mal verkauft. Nur zwei Beispiele für den schnellen globalen Wandel, der zunächst vor allem die USA, Asien und Europa tiefgreifend verändert.

Konferenzen zur Digitalisierung setzen meist bei Geschäftsmodellen, Technologien oder der Finanzierung junger Unternehmen an. So wichtig das ist, kommt die Debatte über die ethischen Wertmaßstäbe, die im digitalen Zeitalter gelten sollen, häufig zu kurz. Die Rheinische Post will einen Beitrag leisten, um das zu ändern, und hat den Digital Ethics Summit ins Leben gerufen, der erstmals an diesem Donnerstag in Düsseldorf stattfindet.

Bei der Premiere sind hochrangige Gäste auf dem Podium vertreten – aus der Politik unter anderem der CDU-Politiker Hendrik Wüst, der am Vortag im NRW-Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll. Die FDP ist mit Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart vertreten, der an den Ampel-Verhandlungen im Bund mitwirkt, die Grünen mit ihrem Digitalexperten Matthi Bolte-Richter. Mit dabei außerdem Kartellamtspräsident Andreas Mundt, Ex-Bundesministerin Annette Schavan, Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, Huaweis Deutschlandchef David Wang und einige mehr.

Eine Ethik für die sich rasant wandelnde digitale Welt kann nicht an einem Tag umfassend erörtert werden, daher soll der Digital Ethics Summit jährlich stattfinden. Und bei der Premiere stehen zwei Themenblöcke im Fokus: zum einen die Frage, wie der Rückstand in der Digitalisierung in Deutschland, der in der Pandemie so offen zutage getreten ist, aufgeholt werden soll, und zum anderen das Spannungsverhältnis zwischen Wettbewerb und Regulierung. Letztlich geht es um die Frage, wo die Chancen eines europäischen Wegs zwischen den so unterschiedlichen, aber ähnlich mächtigen Wirtschaftsnationen USA und China liegen können.

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Die Rheinische Post, vor 75 Jahren gegründet und vor 25 Jahren ins Internet gestartet, interessiert sich besonders für diese Aspekte der Digitalisierung. Wertedebatten haben bei ihr seit jeher einen hohen Stellenwert, angelehnt an die freiheitlichen Überzeugungen ihrer Gründer. Der Digital Ethics Summit will diese Haltung und die Fragen des digitalen Zeitalters zusammenführen.

Düsseldorf passt nicht nur wegen der Rheinischen Post bestens: An dem bedeutenden Wirtschaftsstandort im Herzen Europas sind zahlreiche starke Telekommunikations- und Hightechunternehmen zu Hause. Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort. Mit dabei ist auch Düsseldorfs CDU-Chef Thomas Jarzombek, Digital-Beauftragter der scheidenden Bundesregierung. Die Konferenz ist nicht öffentlich, die Rheinische Post wird aber umfassend in der Zeitung, auf ihrem Internetportal und in ihren Newslettern darüber berichten. Der Hashtag in den sozialen Medien lautet #desum21.

(RP)