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Studie aus Großbritannien: E-Mailen ist bei der Jugend schon out

Studie aus Großbritannien : E-Mailen ist bei der Jugend schon out

Whatsapp, Facebook, Twitter – Messenger und soziale Netzwerke bestimmen zunehmend unseren Alltag. Und sie ändern grundsätzlich das Kommunikationsverhalten der Generation, die jetzt heranwächst. Denn für die Zwölf bis 15-Jährigen, so fanden britische Wissenschaftler jetzt heraus, ist nicht nur das Telefonieren aus der Mode gekommen, sondern auch schon das E-Mailen.

Whatsapp, Facebook, Twitter — Messenger und soziale Netzwerke bestimmen zunehmend unseren Alltag. Und sie ändern grundsätzlich das Kommunikationsverhalten der Generation, die jetzt heranwächst. Denn für die Zwölf bis 15-Jährigen, so fanden britische Wissenschaftler jetzt heraus, ist nicht nur das Telefonieren aus der Mode gekommen, sondern auch schon das E-Mailen.

Sie posten mehrmals täglich auf Facebook, tippen im Bus oder Zug ununterbrochen Nachrichten per Messenger in ihr Handy und sind eigentlich rund um die Uhr per Smartphone erreichbar — so sieht man die Generation der "Digital Natives" im Alltag. Während die Älteren nach und nach die Entwicklungen des digitalen Zeitalters miterlebt haben, wächst die Generation, die im neuen Jahrtausend geboren wurde, mit den Errungenschaften bereits auf. Und das verändert auch ihr Kommunikationsverhalten.

Eine neue Studie des britischen Office of Communication zeigt nun, wie junge Menschen heute kommunizieren. Mal abgesehen vom persönlichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht, das nicht als Vergleich herangezogen wurde, besagt diese Studie vor allem: Die 12- bis 15-Jährigen schreiben mehr miteinander, als dass sie miteinander reden.

Nur noch drei Prozent der Jugendlichen nutzen das Telefon

Denn laut der Studie, für die 2000 Erwachsene und 800 Kinder befragt wurden, nutzen nur noch drei Prozent dieser Altersgruppe das Telefon, um miteinander zu kommunizieren. 94 Prozent tun dies per Messenger oder soziale Netzwerke. Zwar bestimmen solche Dienste auch zunehmend den Alltag der Erwachsenen, aber dennoch ist deren Kommunikationsverhalten ein anderes. So macht bei den befragten erwachsenen Briten die Kommunikation per Telefon noch 20 Prozent aus.

Auch bei der schriftlichen Kommunikation per Smartphone und Computer unterscheidet sich das Verhalten der jüngeren Generation von dem der Älteren. So ist die traditionelle E-Mail bei den Erwachsenen noch immer am populärsten. Diese Altersgruppe verbringt immerhin noch 33 Prozent der Kommunikationszeit damit, E-Mails zu schreiben. Für die Jugendlichen aber ist die E-Mail schon längst Schnee von gestern. Der Anteil bei der Kommunikation der Zwölf- bis 15-Jährigen liegt bei gerade einmal zwei Prozent.

Dass Kinder und Jugendliche entsprechend auch viel besser mit den neuen Kommunikationsmitteln zurechtkommen als Ältere, ist dabei logisch und auch schon durch viele andere Studien belegt. Die britische Befragung macht aber auch noch einmal deutlich, wie sehr diese im Alltag aller Menschen eine zunehmende Rolle spielen. So verbringen Erwachsene im Schnitt allein acht Stunden und 41 Minuten pro Tag für Medien und elektronische Kommunikation. Da wir aber oft mehrere Dinge auf einmal machen, seien es eigentlich sogar 11 Stunden pro Tag. Das sei ein Anstieg um zwei Stunden im Vergleich zu einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2010. Bei der jungen Generation sind es übrigens 14 Stunden.

Das Buch stirbt nicht aus

Auch wird der klassische Computer nach und nach durch moderne Geräte wie Tablets und Smartphones abgelöst. So gaben 44 Prozent der Befragten an, dass sie inzwischen ein Tablet besitzen. Im Vergleich: Vor einem Jahr sagten das gerade einmal 24 Prozent. Und auch bei den über 55-Jährigen ist schon mehr als ein Viertel im Besitz eines Tablets. Dies wird dann häufig auch als Hauptcomputer genutzt.

Die Untersuchung zeigt aber auch, dass klassische Medien noch längst nicht aus unserem Alltag verschwunden sind. So etwa das Buch. Im Durchschnitt gehörten den befragten Briten in diesem Jahr 86 Bücher. Vor zehn Jahren waren es gerade einmal drei mehr. Damit haben die befragten Briten auch im Schnitt mehr Bücher als CDs — nämlich sechs mehr.

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(das)