Microsoft Windows 10: Eine Version für alles

San Francisco : Microsoft kündigt nächste Windows-Version an

Der Software-Konzern will sich künftig vor allem auf Anwendungen für Unternehmen konzentrieren.

Microsoft hat gestern einen ersten Ausblick auf die nächste Version seines Computer-Betriebssystems Windows gegeben. Es werde Windows 10 heißen, kündigte der zuständige Manager Terry Myerson an. Die Versionsnummer 9 lässt Microsoft damit einfach aus. Der Software-Riese legte bei der Vorstellung in San Francisco einen deutlichen Fokus auf Unternehmen als wichtige Kunden. Diese sollen beispielsweise bis zu zehn Jahre Anspruch auf Support-Leistungen haben.

Die Vorgängerversion Windows 8 hatte Microsoft vor rund zwei Jahren vorgestellt. Die Reaktionen fielen gemischt aus: Viele PC-Nutzer waren unzufrieden damit, dass die Bedienung stark auf Touchscreens ausgerichtet war. In späteren Aktualisierungen brachte Microsoft einige Elemente der gewohnten Bedienung mit Maus und Tastatur zurück. Bei Windows 10 wurde sofort das klassische Start-Menü demonstriert.

Windows ist nach wie vor das dominierende Betriebssystem in der PC-Welt. Allerdings war der Markt der Notebooks und Desktop-Rechner im vergangenen Jahr um zehn Prozent geschrumpft. Nun zeichnet sich eine leichte Erholung ab, auch nachdem Microsoft die Unterstützung des alten Betriebssystems Windows XP stoppte. Verbraucher und Unternehmen greifen aber weiter bevorzugt zu Smartphones und Tablets. In diesem Geschäft haben die mobilen Windows-Varianten nur sehr geringe Marktanteile. Bei Windows 10 will Microsoft mit einer einheitlichen Plattform für alle Gerätearten punkten. Apps, die auf allen Plattformen laufen, wurden für Anfang 2015 angekündigt. Experten zeigten sich von der Präsentation enttäuscht. Microsoft knauserte bei der Vorstellung von Windows 10 mit Details.

(RP)