Kim Dotcom plant Skype-Alternative mit Namen Megachat

MegaChat : Kim Dotcom plant Skype-Alternative für 2015

Via Twitter hat der Web-Unternehmer Kim Dotcom eine komplett verschlüsselte Skype-Alternative angekündigt, die dem Marktführer Konkurrenz machen soll.

Aus dem Hause "Mega" des exzentrischen Internet-Unternehmers Kim Dotcom soll bald eine eigene Skype-Alternative kommen. Nach Angaben von Dotcom soll der Dienst verschlüsselte Videoanrufe und Chats direkt im Browser sowie "high speed" Übertragung für Dateien ermöglichen.

Im Gegensatz zu US-basierten Diensten wie Skype soll die Dotcom-Lösung nicht vom US-Geheimdienst NSA überwacht werden können. Amerikanische Dienste sind per Gesetz dazu verpflichtet, auf Anfrage Informationen mit Geheimdiensten zu teilen oder Hintertürchen einzubauen. Dotcom sieht daher seinen neuen Dienst als die ideale Skype-Alternative. "Bye bye Skype", spottet er abschließend in seiner Ankündigung auf Twitter.

Mega will soon release a fully encrypted and browser based video call & chat service including high-speed file transfers. Bye bye Skype :-)

Technische Details zu der Art und Weise der Verschlüsselung machte Dotcom allerdings nicht. Es bleibt also unklar, ob der Unternehmer eine solche Sicherheit auch wirklich garantieren kann. Bereits 2013 kündigte er einen verschlüssten Dienst (E-Mail, Chat) an, zudem es aber bislang keine weiteren Neuigkeiten gab. Im Verlauf seines Lebens hat Kim Schmitz, wie der gebürtige Kieler heißt, schon einige Produkte angekündigt. Nur einen Teil davon hat er wirklich realisiert.

Das neue Chatprogramm mit dem Namen "MegaChat" sollte schon im zweiten Quartal des abgelaufenen Jahres starten. Jetzt ist der offizielle Start für Anfang 2015 angekündigt. Dabei sind die Umstände für den Dienst durchaus erfolgsversprechend. Etwa 15 Millionen Abonnenten hat Dotcoms Webspeicher Mega-Cloud. Mit einer Verknüpfung auf zusätzliche Dienste dürfte das den Clouddienst bei den Nutzern populärer machen.

Zum Beweis, dass das Programm laufe, postete Kim Dotcom einen Link zu einem Youtube-Video, das eine Paneldiskussion in Auckland im vergangenen September zeigt. Darin zu sehen sind Julian Assange und Edward Snowden, die mit einer frühen Version von MegaChat zugeschaltet wurden. In den nächsten Wochen soll nun eine Beta-Version erscheinen.

You can watch a demo of #MegaChat at this event with Julian Assange & Edward Snowden. Encrypted & crystal clear. http://t.co/enRInWK1HX

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kim Schmitz, Chef von Megaupload.com

(cc)