Gemini Google will mit KI-Chatbot die Reiseplanung erleichtern

Los Angeles · Der KI-Chatbot Gemini kann mittlerweile auf andere Google-Dienste zugreifen – sofern der Nutzer es erlaubt. Das soll viele Dinge leichter machen. So könnte die Planung einer Reise ablaufen.

Urlaub 2024: Die "Places to Go" - Top 10 für Reisen
11 Bilder

Diese Reiseziele sind 2024 „Places to Go“

11 Bilder
Foto: unsplash.com/Andrew Bain

Googles KI-Chatbot Gemini kann jetzt mit anderen Apps und Diensten von Google wie dem Kartendienst Maps, YouTube, dem Cloud-Speicher Google Drive oder Gmail verknüpft werden. So soll der Chatbot etwa besser bei der Planung von Reisen unterstützen, beschreibt Google an folgenden drei Beispielen:

Man hat mit Freunden per E-Mail Termine und Gedanken zu einem Trip ausgetauscht und lässt sich von Gemini nun die Mail-Verläufe daraufhin auswerten, welche Reisedaten für alle passen – mit einem Eingabebefehl („Prompt“) wie „Schaue alle Mails von mir mit xx, xy und xz durch und sage mir, in welchen Zeiträumen wir alle keine Termine haben.“

Auf Basis von Terminen, die in Gmail hinterlegt sind, kann der Bot passende Flüge oder Hotels über die Google Flug- und Hotelsuche heraussuchen. Erstellt man mithilfe des Bots eine Reiseroute, könnte man sie als Tabelle in Google Docs exportieren und so mit Mitreisenden teilen. Voraussetzung für all das: Nutzerinnen und Nutzer müssen dem Zugriff von Gemini auf die jeweiligen Apps und Dienste zustimmen. Die Zustimmung können sie in den Datenschutzeinstellungen des Googlekontos auch jederzeit wieder deaktivieren.

Die Erweiterungen sollen auch in anderen Alltagsszenarien nützlich sein, schreibt Google: Beispielsweise bei der Arbeit an einem gemeinsamen Projekt in einem Google Doc. So könnte der Chatbot die Notizen darin zusammenfassen und daraufhin eine E-Mail mit den nächsten Arbeitsschritten an alle Projektmitarbeiter formulieren.

Anderes Anwendungsbeispiel ist, den Bot nach Youtube-Lernvideos zu einem Thema suchen und sich daraus die wesentlichen Inhalte kurz schriftlich zusammenfassen zu lassen.

Im Wettlauf bei Künstlicher Intelligenz will sich Google mit Gemini an die Spitze setzen. Das KI-System soll nicht nur mit dem Sprachmodell GPT4 des Konkurrenten OpenAI mithalten, sondern es auch übertreffen. Google-Chef Sundar Pichai sagte im Dezember vergangenen Jahres bei der Ankündigung von Gemini, dass der Wandel, den man gerade mit der KI erlebe, der „tiefgreifendste in unserem Leben sein wird, weitaus größer als die Umstellung auf das Mobiltelefon oder auf das Internet davor“.

(mba/dpa)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort