Katja Hösli gestaltete das noch frischere Aussehen der RP Gesichtspflege

Ihr Gesicht ist gut bekannt. Mit ihr frühstückt man jeden Morgen. Sie begleitet einen auf dem Weg zur Arbeit. Sie weiß über alles und jeden Bescheid. Sie informiert, erheitert und macht Spaß. Die Rheinische Post gehört für Hunderttausende zum Leben dazu. Mittlerweile auch für Katja Hösli.

Denn die Designerin studierte intensiv das Gesicht und die inneren Werte der RP und gab ihr dann ein noch frischeres Aussehen. Warum kann man denn nicht alles beim Alten belassen? Weil es immer gute Gründe für Veränderung gibt. "Bei einer Zeitung ist es wie bei allen anderen Dingen auch. Ein Auto entwickelt man beispielsweise auch weiter, weil es neue Erkenntnisse gibt, wie man es noch schicker, schneller und besser machen kann”, sagt Hösli. Und so begab sich die Schweizerin an ihre Arbeit: Fand heraus, wie die Rheinische Post über die Jahre zu ihrem Gesicht gekommen ist.

Analysierte, wie eine Zeitung auf Lesegewohnheiten reagieren kann, um ein modernes Medium zu bleiben, treue Leser zu behalten und neue zu gewinnen. Geschichte und Zukunft finden sich somit in Höslis Zeitungsoptik wieder. Erkennen auf den ersten Blick Wenn man neue Ideen und Konzepte umsetzt, muss man stets die Identität bewahren, betont Hösli. "Zeitung hat viel mit Routine zu tun. Sie gehört für den Leser zum Alltag dazu wie Essen und Trinken.” Ein Eingriff in diese Routine führt automatisch zu einem Bruch mit alten Gewohnheiten. Die Herausforderung ihrer Arbeit liegt deshalb darin, zwischen Veränderung und Erhaltung zu balancieren. "Auf den ersten Blick soll der Leser erkennen, dass immer noch seine Rheinische Post vor ihm liegt ­ nur aufgefrischt und noch offener und sympathischer.”

Eine moderne Zeitung berücksichtigt die Lebensgewohnheiten ihrer Nutzer und stellt sich auf Veränderungen ein, sagt Hösli. "Die Zeit ist ein wichtiger Aspekt. Davon haben die Menschen nämlich immer weniger. Die übersichtliche Optik und die klare Struktur lotsen die Leser schnell und effizient durch Informationen und Inhalte ­ ohne dass deren Gehalt verloren ginge.” Der Rheinländer ist ein ganz besonderer Charakter. Und der soll sich auch weiter in der Rheinischen Post erkennen und wiederfinden. Die Schweizerin Hösli begann zu forschen. "Man muss ein Gespür dafür entwickeln, was Menschen als angenehm und positiv empfinden.

Und dazu muss man sich umsehen: Essen, Wohnen, Lebensstil, andere Medien ­ das ganze Klima ergibt ein Bild.” Je nach Region unterschiedlich Und das kann sich, je nach Region, sehr voneinander unterscheiden. "Wer sich zum Beispiel eine italienische Zeitung anschaut, der fühlt sich von der Unordnung überfordert. Der italienische Leser hingegen nicht. Für ihn ist diese Form vielmehr ein Zeichen von Reichtum und Vielfalt.” Seit über zehn Jahren analysiert die 43-Jährige Zeitungen und Magazine und gab mehr als einem Dutzend ein frischeres Gesicht ­ nun auch der Rheinischen Post. Doch mit dem aufgepeppten Aussehen ändert sich nicht deren Identität. Es ist mit ihr wie bei einer Bekannten, die gerade aus dem Urlaub zurückkehrt: äußerlich erholt, aber im Innern immer noch die Alte.

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