ANZEIGE Serie Möbel made in Germany (Folge 4) Aufhübschen statt entsorgen

Upcycling – aus Altem Neues machen, ist nicht nur nachhaltig, es entstehen so auch individuelle Möbel-Unikate.

 Ein Beispiel für trendiges Upcycling: Paletten-Sofas gelten längst nicht mehr als spartanisch, sondern als hip.

Ein Beispiel für trendiges Upcycling: Paletten-Sofas gelten längst nicht mehr als spartanisch, sondern als hip.

Foto: Getty Images/iStockphoto/devonanne

Wenn es ums Einrichten geht, ist Gebrauchtes besonders nachhaltig – und bei Schränken, Kommoden, Stühlen oder Tischen durchaus eine charmante Lösung. Aus Omas dunkler Vitrine wird ein Schränkchen im pastellfarbenen Shabby-Chic-Look– ein Stück Familiengeschichte und Erinnerungen inklusive. Der von der Patentante geerbte Lieblingssessel sieht bezogen mit anderem Stoff wie neu aus.

Nachhaltigkeit ist mehr als eine Modeerscheinung. Ein nachhaltiger Lebensstil verringert den ökologischen Fußabdruck. Also, aus Alt mach Neu: Upcycling ist das Stichwort. Dabei geht es um die Wiederverwertung von Dingen die bereits produziert sind, um Ressourcen zu schonen. Upcycling geht aber weit über das normale Recycling von Altpapier, Glas oder Verpackungen hinaus. Beim Upcycling bekommt Wiederverwertung eine kreative und stylische Note. Aus etwas Altem entsteht durch eine kreative Idee und ein wenig handwerklichem Geschick etwas völlig Neues.

Selbst namhafte Designer und Möbelkünstler haben das Upcycling für sich entdeckt: Was einst ein Fensterrahmen war verwandelt sich in eine Sitzgelegenheit oder einen Nachttisch. Alte Schubladen werden zu neuen modernen Kommoden gefertigt. Einen kaputten Fahrradschlauch wegwerfen? Klar, kann man machen. Doch warum daraus nicht einen flachgewebten Teppich entwerfen? In einer Hamburger Designmanufaktur entstehen aus gebrauchten Schallplatten Hängeleuchten, die aussehen wie Klassiker aus den 50er- und 60er-Jahren. Was mal eine Wandverkleidung aus Teakholz war, kann zu einem Tisch werden, fehlt nur noch das passende Gestell.

So wie professionell aufbereitete Second-Hand- oder Upcycling-Produkte einen zweiten Frühling erleben, kann jeder mit ein bisschen handwerklichem Geschick aus alten Materialien komplette Möbel nach den eigenen Vorstellungen selber bauen. Eine fertige Anleitung gibt es dafür nicht – hier ist die eigene Kreativität gefragt.

Was ist denn überhaupt der Unterschied zwischen Upcycling und Recycling? Ersteres ist eine Form von Recycling. Der Unterschied liegt aber in der Art und Weise, wie ein Produkt für die Wiederverwendung aufbereitet wird: Beim Recycling werden die Produkte – beispielsweise eine PET-Flasche – in ihre einzelnen Grundbausteine zerlegt. Beim Upcycling können die Produkte zwar auch bearbeiten werden, um Teile anders zu verwenden, es steckt aber kein industrieller Prozess dahinter. Ausgediente Objekte, die sonst in der Mülltonne landen, werden mit Liebe zum Basteln und Bauen wiederverwendet. Alte Dinge werden neu und dann oftmals anders genutzt. Man nehme zum Beispiel Paletten. Sie sind ein beliebtes Material, das wenig kostet und ausgesprochen vielseitig ist: Paletten-Sofas gelten längst nicht mehr als spartanisch, sondern als hip, ein Regal aus alten Weinkisten nicht mehr als improvisiert, sondern als rustikal und schick.

Wenn der Schrank reif für den Sperrmüll ist, doch die Schubladen noch intakt sind, kann daraus ein beweglicher Couchtisch werden: Nötig sind vier Räder, eine passende Glasplatte und ein wenig Fingerfertigkeit.

Wem jedoch das Möbelstück Marke Eigenbau zu aufwendig ist, der kann sich stattdessen auch dem Upcycling vorhandener Möbel widmen: Mit ein paar simplen Handgriffen lassen sich Dachboden- oder Flohmarktfunde aufwerten. Auch die alte Kommode lässt sich mithilfe von neuen Knäufen oder einem farbenfrohen Anstrich wunderbar aufhübschen. Und eins ist garantiert: In der Art gibt es sie kein zweites Mal mehr.

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