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Düsseldorf · Hausbar und Servierwagen waren schon von der Bildfläche verschwunden. Doch die schicke Lässigkeit ist wieder da.

 Leichtgängig sollte ein Servierwagen sein, stabil und schick.

Leichtgängig sollte ein Servierwagen sein, stabil und schick.

Foto: Getty Images/iStockphoto/AlexLMX

In Hollywood-Filmen war sie ein Star: Daheim nach Feierabend hoben Filmhelden wie Humphrey Bogart gerne mal das Glas und bedienten sich an der gut befüllten Hausbar. James Bond schüttelte sich nicht nur in „Dr. No“ einen Martini zusammen; Don Draper genehmigte sich in der Serie „Mad Men“ im Büro und  – wenn er mal zu Hause war – auch in den eigenen Wänden am liebsten einen „Old Fashioned“ mit Whiskey und einer Orangenscheibe.

Die gepflegte Hausbar hat Tradition: Bereits 1932 war in der Zeitschrift Innendekoration zu lesen, „Die kleine Hausbar“ sei eine „der Erfindungen unserer Neuzeit. Der primitivste Anfang war die hinter Büchern versteckte Cognacflasche.“ Daraus wurde bald selbständig ein beweglicher Likörwagen auf Rädern oder als „Barschlitten, der geräuschlos über den Teppich gleitet“.

Mit dem Erscheinen der ersten Bond-Filme fand die Bar in den 60er-Jahren Einzug in den privaten Wohnraum. Sie zeugte von Mode- und Stilbewusstsein, Lebensart und Glamour. Beliebt war das auf den ersten Blick unsichtbare Barfach im Wohnzimmerschrank. Die offene Klappe diente dabei als Arbeitsfläche, im Innern war Platz für Flaschen, Gläser und Utensilien. Die Barfächer waren oft verspiegelt oder beleuchtet.

Die große, ganz private Bar mit Tresen und Hockern, mit Kühlschrank, Spülbecken und elektrischen Anschlüssen wurde im Keller eingebaut und zum ultimativen Ort für Partys aller Art, Familienfeiern oder launige Herrenrunden – garniert mit Zigarren, Cognacschwenker und den dazugehörigen Witzen.

Während Möbel aus diesen Zeiten – wie die pompöse Wohnwand – keine Rolle mehr spielen, ist der Servierwagen nie ganz von der Bildfläche verschwunden. Seine ursprüngliche Bestimmung ergibt sich eindeutig aus dem Namen. Der kleine rollbare Tisch diente als Servierhilfe für Kellner und das Hauspersonal, damit sie die Gäste und Herrschaften mehr oder weniger zeitgleich bedienen konnten. Schließlich hat der Mensch nur zwei Arme und kann damit keine vier Teller plus Servierschale mit Erbsenpüree und Sonntagsbraten gleichzeitig tragen.

Heute rollt der Servierwagen nicht mehr nur durch die Salons stattlicher Villen, stattdessen transportiert er – eher multifunktional – auch Laptops und Wohnmagazine, steht als Blickfang und cooles Designerstück auf der Terrasse oder outdoor in der Lounge-Ecke. Denn kaum ein anderes Möbelstück ist so vielseitig einsetzbar, so flexibel und in jedem Raum der Wohnung zu gebrauchen wie ein Servierwagen.

Zweistöckig muss er sein, er muss Räder und Rollen haben – ansonsten wäre er nur ein Regal. Eine gewisse Leichtgängigkeit ist hilfreich, damit sich der Barwagen problemlos durch das Haus und über verschiedene Bodenbeläge schieben lässt. Außerdem wichtig: Stabilität. Ob mit Flaschen, Tellern, Vasen oder Blumentöpfen beladen, es kommt darauf an, dass die Fracht sicher steht. Als fleißiger, am besten zusammenklappbarer Helfer – ähnlich wie früher schon das Ursprungsmodell, der um 1955 entworfene Klassiker „Dinett“ – kann er in kleinen Küchen mit wenig Arbeitsfläche eine zusätzliche Ablagefläche bieten. In der heutigen Homeoffice-Zeit kann so ein fahrbares Untergestell aber auch schnell zu einem einfachen Beistelltisch werden.

Übrigens: Die modernen Barschränke geben ihr Solo deutlich schlanker meist auf Stelzen im Raum und ähneln geöffnet einem Triptychon für den Alkohol. Karaffen und Kristallgläser indirekt beleuchtet, Whisky und Wermut vor kleinen Spiegelchen, was die Hausbar viel spektakulärer, eleganter erscheinen lässt – nüchtern betrachtet eben ein bisschen Kitsch, aber mit Stil. Denn, so Ursula Geismann vom Verband der deutschen Möbelindustrie, „wer sich eine Hausbar anschafft, kauft Luxus“.

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