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Serie: Wohnen mit Farben (1): Faszination Farbe: Stimmungsbarometer für Geist und Seele

Serie: Wohnen mit Farben (1) : Faszination Farbe: Stimmungsbarometer für Geist und Seele

Der bewusste Einsatz von Farben kann unsere Stimmung nachhaltig beeinflussen und unser Immunsystem stärken. Das gilt auch für die Einrichtung zuhause. Mit der Wirkung von Farben beschäftigen wir uns in unserer neuen Serie.

Es geht wieder zum gemütlichen Teil des Jahres über: Höchste Zeit für Kerzen, Kekse, heißen Kakao und den neuen warmen Farben wie Senfgelb, Moosgrün und Kamelbraun, die so gut fürs Gemüt sind. Denn ohne Gefühle sind wir nichts.Die Forscher sind sich einig, dass all unser Denken und Handeln von Emotionen geleitet ist. Ihre Macht ist eng mit der Macht der Farben verknüpft, sie sind – so der Psychoanalytiker C.G. Jung - „die Muttersprache des Unbewussten“.

Den Großteil aller Informationen erhalten wir im Laufe unseres Lebens über die Augen. So ist es kein Wunder, dass Farben seit jeher faszinieren, Künstler und Wissenschaftler sich mit Farbenlehre befassen und in der Psychologie die Wirkung von Farben eine große Rolle spielt. Nicht minder wichtig sind Farben bei der Einrichtung, denn richtig dosiert wirken sie sich nicht nur auf den Stil eines Raumes aus, sondern auch auf das Wohlbefinden seiner Bewohner.

Wohnräume sollten laut Axel Venn farblich nicht monothematisch gestaltet werden. „Ideal ist eine Mischung aus Beruhigung und Anregung“, erklärt der Farbforscher und Professor aus Berlin. „Zwei Drittel des Raumes sollten dabei eher beruhigend wirken.“ Das erreiche man mit neutralen Farben ohne starke Charakteristik, etwa durch getrübte Kalk- oder Sonnentöne, durch Leinen-, Bast- oder Sorbettöne.

„Die anregende Wirkung des restlichen Drittels kann zum Beispiel durch buntstiftartige, pastellige Farben erzielt werden.“ Also unter anderem über Stoffe und Vorhänge oder den Buchbestand und die Bilder. Kommen reine, intensive Farben zu stark zum Einsatz, wühlt das laut Venn zu sehr auf. „Sie sind auch aus farbmedizinischer Sicht unangenehm, weil man nach dem Blick auf eine rein grüne Wand Rotereignisse vor den Augen hat.“

Farben gelten als Schlüssel zur Seele. Ihre Heilwirkung ist bekannt und sie werden nicht nur in der Farbtherapie mit Erfolg eingesetzt. Der bewusste Einsatz von Farben kann unsere Stimmung nachhaltig beeinflussen und unser Immunsystem stärken.

Denn das Leben ist nicht nur schwarz-weiß, sondern voller Farben. Ihre positive Wirkung lässt sich sogar essen: Rote Beeren, gelbe Honigmelonen – die Signale sind eindeutig. Aber wer weiß schon, dass Kartoffeln, Fisch und Geflügel der Farbe Blau zugeordnet sind und deshalb bei Nervosität helfen? Wer unter Mattigkeit leidet, der ist mit Tomaten, Radieschen, Radicchio oder rotem Fleisch gut bedient.

Farben wirken, ob man will oder nicht. Und sie erzeugen Stimmungen, die auch beim Gestalten einer Wohnung oder eines Hauses eine wichtige Rolle spielen. Farben entscheiden mit darüber, wie wohl man sich fühlt, wie angeregt oder produktiv man ist. Doch nicht jede Farbe passt mit ihrer Wirkung in jedes Zimmer - und manche Farben sollten besser nur sparsam zum Einsatz kommen. „In der Farbwahrnehmung gibt es keine großen individuellen Unterschiede“, sagt Autorin und Farbgestalterin Isabelle Wolf. Niemand empfinde beispielsweise Rot als kalt. „Das ist so etwas wie eine Urprägung.“