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Handys und TV-Geräte sollten draußen oder dunkel bleiben

Serie: Gesund schlafen (3) : Handys und TV-Geräte sollten draußen oder dunkel bleiben

Eine Diskussion, die typisch ist für unsere Zeit: Soll, darf, muss das Handy neben dem Bett liegen? Mal davon abgesehen, dass zig Generationen ohne dieses Gerät im Schlafzimmer überlebt (und sich fortgepflanzt) haben, erlauben wir uns, an Folgendes zu erinnern: In Vor-Handy-Zeiten ist kaum jemand auf die Idee gekommen, sein Telefon neben das Bett zu platzieren.

Erstens gab es im Schlafzimmer vermutlich keinen Anschluss (ja, liebe Kinder – so was braucht man vor wenigen Jahren noch!) und zweitens wollte keiner gestört werden. Es sei denn, man war Arzt, Polizist oder hatte aus anderen Gründen rund um die Uhr erreichbar zu sein.

Heute ist das anders: Betten neuerer Bauart sind perfekt ausgestattet fürs bequeme Telefonieren oder Filme gucken. Viele haben hohe Rückpolster zum Anlehnen, passende Kissen sind im Angebot, die das komfortable Sitzen ermöglichen. Weil es im Trend liegt: abends vor dem Einschlaffen noch ein bisschen spielen, Mails checken, per WhatsApp mit Freunden chatten, im Internet surfen – ist ja leicht und unterhaltsam. Schlafforscher raten dennoch davon ab: Man kommt einfach nicht zur Ruhe. Und liegt das Handy nicht komplett deaktiviert auf dem Nachttisch, meldet es ankommende Nachrichten gern per Aufleuchten des Displays. Für unser Hirn der Hinweis: Es ist noch keine Schlafenszeit. Also: Wenn es denn sein muss – z.B. weil das Handy als Wecker fungiert – dann zumindest in den Flugmodus schalten. Dann ist Ruhe, und die Weckfunktion klappt dennoch.

Irgendwelche Strahlen muss man übrigens nicht fürchten. Es gibt bisher keine wirklich fundierten Studien, die Schäden durch die Strahlen des Gerätes belegen. Untersuchungen haben dagegen ergeben, dass die Belastung durch Handystrahlen nur wenige Zentimeter reicht und wieder abflacht, sobald das Telefon nicht aktiv ist. Tatsächlich bekommt man beim Telefonieren mit dem Smartphone direkt am Ohr mehr Wellenenergie ab, als wenn das Gerät auf dem Tisch liegt. Jenen, die ihr Telefon nicht nur am Bett wollen, sondern es unters Kissen legen und dort sogar aufladen, sei empfohlen, sich das Ladekabel genau anzusehen. Ist es defekt und es kommt zum Kurzschluss, ist das auf jeden Fall gefährlicher als die Belastung durch irgendwelche Strahlen.

Ähnlich umstritten ist die Frage, ob ein TV-Gerät vors Bett gehört oder nicht. In vielen Schlafzimmern ist der Bildschirm seit Jahren üblich, Frauen wie Männer lieben es, eingekuschelt in die Laken auf der sehr kommoden Matratze durch die Programme zu zappen, bis dann endlich die Augen zufallen. Das kann durchaus problematisch sein, sagen Fachleute. Sei es, dass einen bestimmte Sendungen aufwühlen und man am Einschlafen gehindert wird, sei es, dass man aufgrund spannender Bilder zwar müde ist, aber sich gegen das Einschlafen wehrt. Außerdem ist zu bedenken: Wie jedes andere elektrische Gerät auch, gibt das TV-Gerät ionisierende Strahlen ab. Diese elektromagnetischen Wellen sind bei modernen Flachbildschirmen zwar dezent – sie wirken aber trotzdem auf den Körper. Schon seit Jahren steht dieser Elektrosmog deshalb im Verdacht, Unwohlsein, eine innere Unruhe oder Durchschlafstörungen zu verursachen.

Was viele nicht berücksichtigen: Selbst im Standby-Modus strahlen die Geräte unbemerkt weiter. Das alles kann man mit modernen Geräten jedoch unterbinden: Wer die Bilder braucht, um schnell weg zu dämmern, kann per Zeitschaltuhr nach einer definierten Zeit das Gerät ausgehen lassen. Außerdem gibt es Hersteller, die nachts das Blaulicht aus den Bildnern filtern, weil es dem Hirn Tageslicht signalisiert und den Schlaf behindert. Also: Wer absolut nicht verzichten will, sollte das beachten – und den Partner fragen, ob es überhaupt mag, wenn am Bett der TV flimmert. Denn nicht jeder goutiert das.

Da ist dann Kompromissbereitschaft gefragt - und es sei nochmals an noch nicht lange zurück liegende Zeiten erinnert: Ein weiteres TV-Gerät in einem Haushalt war bis vor einigen Jahren undenkbar und totaler Luxus. Zudem hätte man, wie beim Telefon, einen weiteren Antennenanschluss gebraucht. Und den gab es damals nur im Wohnzimmer.

Dagegen unstrittig von Vorteil sind moderne Leuchten im Schlafraum. Vorbei sind die Zeiten, in denen es rechts und links vom Bett eine Nacht- oder Leseleuchte gab und eine Lampe an der Decke. Heute bieten die Fachhändler ausgeklügelte Beleuchtungssysteme speziell für die Räume an, in denen der Menschen schlafen oder aus anderen Gründen ungestört sein will. Zu dimmende Leuchten, warmes, dezentes Licht, changierende Farben, Lichtspiele an der Decke für die Entspannung – alles möglich und gut das erwünschte Ziel: Gesund schlafen. Ob man dafür Licht von draußen absolut ausschließt, ist eine sehr individuelle Entscheidung – manche mögen es stockdunkel, andere stört Straßenlaternen-, Mond- oder Sternenlicht überhaupt nicht.