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Kaja Suding: „Die Corona-Krise darf sich nicht zu einer Bildungskrise ausweiten“

Serie: Der Gesundheits-Check (15) : „Corona-Krise darf sich nicht zu einer Bildungskrise ausweiten“

Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Kaja Suding hat die Lockerungen des Lockdowns, den die Bundesländer am vergangenen Mittwoch beschlossen haben, begrüßt. Es sei jetzt an der Zeit, verantwortungsvoll Lockerungen mit Hygiene- und Schutzkonzepten durchzuführen, sagte die Bundestagsabgeordnete in der Sendung „Der Gesundheits-Check“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe nicht mehr begründen können, warum bestimmte Maßnahmen aufrechtzuerhalten seien, die tief in die Freiheit der Einzelnen eingriffen. Suding vermisste allerdings Fortschritte bei der Öffnung der Kitas. Es dürfe nicht sein, dass die Corona-Krise sich zu einer Bildungskrise ausweite. Es brauche kluge Konzepte, um auch den Kleinsten gerecht zu werden, so die FDP-Politikerin.

Den in der Runde der Ministerpräsidenten und –präsidentinnen beschlossenen Grundsatz, von nun an verstärkt auf regionaler Ebene Entscheidungen über Lockerungen der Maßnahmen zu treffen, begrüßte Michael Müller, Vorsitzender des Verbandes der Akkreditierten Labore in der Medizin. Die beschlossenen Lockerungen hielt Müller grundsätzlich für richtig. Es sei immer richtig, Entscheidungen aus dem jeweiligen Moment heraus zu betrachten, sagte Müller ebenfalls im „Gesundheits-Check“. Im März, als die Pandemie sich rasant verbreitete, sei es um Kontaktsperren, das Abstandsgebot oder die Handhygiene gegangen. In der jetzigen Situation bestehe die Chance, das normale Leben zurückzuholen. Allerdings sei weiterhin die Eigenverantwortung des Einzelnen sehr wichtig.

Auch Dr. Mathias Höschel, Vorsitzender des Bundesverbands Verrechnungsstellen e.V., befürwortete die Verlagerung der Entscheidungsebene nach unten. Man müsse versuchen, regionale Probleme auf regionaler Ebene zu lösen. Deutschland sei ein föderales System und gerade Bildung und Gesundheit gehörten in den Kompetenzbereich der Länder. „Wenn die Länder ihre Wirkungsmacht in diesen Verfügungsbereichen nicht geltend machten, dann müsste man sich die grundsätzliche Frage stellen, ob man dann überhaupt noch ein föderales System brauche“, so Höschel im „Gesundheits-Check“.